Abschluss der Kampagne „Stoppt Bayer-Monsanto“: 23.000 Unterschriften für strengere Fusionskontrolle und Entflechtung von Megakonzernen ans Wirtschaftsministerium übergeben

Heute haben wir von Aktion Agrar zusammen mit dem Forum Umwelt und Entwicklung über 23.000 Unterschriften an eine Vertreterin des Bundeswirtschaftsministeriums überreicht. Auch die Student*innen der Initiative “Unkonzerned” waren mit dabei.
An einer langen Wäscheleine präsentierten wir Zitate und Statements von Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet zur Frage der (Markt)Macht großer Konzerne. Unser aufblasbarer Konzerndino rieb sich den Bayer-Bauch nach dem Fraß von Monsanto, vollführte ein Freudentänzchen vor dem Ministerium und schüttelte der Vertreterin für den Bürger*innendialog die Hand. Die Vertreterin des Ministeriums war zu einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit unseren Forderungen nicht bereit, versprach aber eine schrfitliche Antwort aus dem Ministerium.
Mit unserer gemeinsamen Kampagne seit letztem Sommer hatten Aktion Agrar, Inkota und das Forum Umwelt und Entwicklung unter dem Slogan „Megafusionen stoppen“ von der Bundesregierung gefordert, sowohl die Fusion von Bayer und Monsanto mit einer Klage vor dem Europäischen Gerichtshof anzufechten als auch die Regeln für große Konzernübernahmen der Zukunft zu verschärfen. Im vergangenen Jahr hatten wir mit unserer Kampagne an über 20 Orten Informationsveranstaltungen organisiert, waren mit dem aufblasbaren Konzern-Dinosaurier auf Tournee und hatten von Menschen aus dem ganzen Land Video-, Foto- und Text-Beiträge zur Frage eingesammelt: „Wann ist ein Konzern zu groß?“
Die Übergabe der Unterschriften ist zum einen der Schlusspunkt unserer Kampagne. Zum anderen markiert er den Start einer neuen Auseinandersetzung des breiten zivilgesellschaftlichen Bündnisses „Konzernmacht beschränken“ mit dem Wirtschaftsministerium. Das zivilgesellschaftliche Bündnis Konzernmacht beschränken fordert die Bundesregierung auf, eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof einzureichen.
Hier sind wir von Aktion Agrar weiter aktiv und auch der Bayer-Konzern mit seiner Saatgut- und Pestizidsparte wird uns natürlich weiter beschäftigen.

Vielen Dank an alle, die sich im letzten Jahr an der Kampagne und an der Auseinandersetzung um Konzernmacht und Kontrolle des Saatguts beteiligt haben!

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Karen Schewina
Karen Schewina

Gärtnert gerne urban und findet alles mit Sahne besser als ohne Sahne.

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