Leonie Dorn

Vergisst beim Anblick von Klatschmohn all ihre Sorgen und trauert Jon Stewart immer noch nach.

6. Februar 2015 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
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Durch’s Hoftor

Die Hoftorbilanz, schon wieder einer dieser Fachbegriffe, der durch Agrarblogs geistert, und den alle erstmalnachschlagen müssen, um die Forderungen unserer Kampagne „Den Tierfabriken den Güllehahn zudrehen!“ zu verstehen? Vielleicht, aber es lohnt sich. Aktion Agrar fordert die Einführung der Hoftorbilanz. Der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik (WBA) beim Bundeslandwirtschaftsministerium rät dazu und der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) auch¹. Aufgezeichnet wird dabei alles, was unter dem Hoftor hindurch fährt, also was den Hof verlässt und was auf den Hof kommt. So weit, so gut.
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19. Januar 2015 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
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50 000 haben es satt!

Das Wir haben es satt! Wochenende war ein voller Erfolg! Schnippeldisko und Demo brachen alle Besucherrekorde: noch nie zuvor kamen so viele Menschen für die Agrarwende zusammen.

Schon am Freitag Abend strömten über 1 000 Menschen in die CABUWAZI Zelte am Berliner Ostbahnhof um beim legendären Topf-Tanz-Talk, Deutschlands größter Schnippeldisko, dabei zu sein. Zu belebendem Elektro-Swing wurde eine Tonne krummes Gemüse geschält, geschnippelt und gekocht – und natürlich auch ordentlich getanzt! Dazwischen gab es spannende Vorträge und Interviews zu Ernährungssouveränität, Saatgutvielfalt und Landgrabbing. Ein Kinospot feierte Premiere, es wurden Banner und Taschen bemalt – das Hausaufgabenheft für die Agrarwende ging druckfrisch an die Besucher*innen.

Doch der Samstag toppte alles. Gegen 12 Uhr Mittags war der Potsdamer Platz kaum noch zu erkennen, so groß war die Demonstration gegen TTIP, Tierfabriken und Gentechnik – so laut waren die Rufe nach einer Agrarwende und so bunt und vielfältig waren die Kostüme, Banner und Fahnen. 50 000 Menschen waren aus ganz Deutschland angereist um Agrarindustrie und Politik zu zeigen, dass es anders geht – und gehen muss. Mit bäuerlicher Landwirtschaft, mit Umwelt- und Tierschutz und regionalen Märkten.

Aktion Agrar war überall dabei und brachte 5 000 Hausaufgabenhefte für die Agrarwende unter die Leute. Es geht also weiter, mit mehr Elan als je zuvor: Auf zur Agrarwende!

Fotos von beiden Tagen findest du hier…

Bestelle auch Du das Hausaufgabenheft für die Agrarwende! Eine email an info@aktion-agrar.de genügt.


Bild: © Maria Dorn für Aktion Agrar

 

19. Januar 2015 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
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Jetzt bestellen!

Das Hausaufgabenheft für die Agrarwende hat am „Wir haben es satt!“- Wochenende seine Premiere gefeiert!

Das Aktionsheft im praktischen A6 Format hat alles, was man im Alltag so braucht um die Agrarwende voran zu bringen: Sticker, Infografiken, Aktionstipps und noch vieles mehr! Die ersten 5 000 Stück wurden bereits an der Schnippeldisko und der „Wir haben es satt!“- Demonstration verteilt – doch keine Angst, es gibt noch mehr!

Mit einer Email an info@aktion-agrar.de kannst du das Heft bestellen. Über eine Spende für Druck und Versand freuen wir uns sehr.

Wer nicht auf die Post warten will, kann sich hier schonmal die Datei herunterladen.

 

 

6. Januar 2015 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
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Eine Gülleflut mitten in Berlin

Eine Gülleflut mit Traktor und Heuballen – und das alles direkt vor dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in Berlin. Das war die erste Protestaktion von Aktion Agrar am 05. Januar.

Zunächst fand ein Pressegespräch statt, zu dem Aktion Agrar und das Aktionsbündnis Agrarwende Berlin-Brandenburg eingeladen hatten. Der Saal war voll, viele schrieben mit, als es um die Überdüngungs-Problematik und die scharfe Kritik an dem mutlosen Entwurf der Düngeverordnung ging. Danach trafen die Journalist*innen vor dem Landwirtschaftsministerium auf rund 20 Aktive, die vor einer „Tierfarbik“ auf sie warteten. Der Gestank von Gülle lag in der Luft.

In einer dramatischen halben Stunde flossen 50 Liter Gülle, durchsetzt mit Pillenattrappen, durch das Rohr aus der Tierfabrik. Die Putztruppe in Schutzanzügen musste sich anstrengen, die gefährliche Gülle in Schach zu halten. Das Spektakel wurde untermalt durch aufgeregtes Schweinegrunzen.

Fotos von der Aktion findest Du hier…

Pressebeiträge und Artikel findest Du hier…

 

15. Dezember 2014 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
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Topf-Tanz-Talk 2015

Manege frei für die Schnippeldisko 2015 Topf-Tanz-Talk

Scharfe Messer, echtes Feuer und heiße Beats. Keine spektakuläre Zirkusnummer, sondern die größte Schnippeldisko weltweit findet am Freitag, den 16.01.2015 in den Zirkuszelten vom CABUWAZI am Ostbahnhof von 18:00 – 22:00 Uhr in Berlin statt.

Eigentlich sind wir dagegen alles in einen Topf zu werfen. Aber an diesem Abend machen wir eine Ausnahme! Eine Tonne knubbeliges und ungewolltes Gemüse (zu klein, zu groß, zu dick) wollen wir gemeinsam schälen, schnippeln und kochen. Das Gemüse stammt von Bauernhöfen aus der Region, das ohne uns im Müll landen würde – ganz nach Slow Food Youth Manier. Mit unserer Protestsuppe werden wir tausende von Menschen auf der großen „Wir haben es satt!“-Demo am darauffolgenden Tag satt und glücklich machen.

Gemeinsam mit der Fläming Kitchen sorgen wir dafür, dass das Gemüse nicht in der Mülltonne sondern auf dem Teller landet! Um aber nicht nur dem Gemüse, sondern auch den Schnippler*innen einzuheizen, legen an diesem Abend die DJ*s Decent & Florinn von Green Music Initiative feinste Beats auf.

Gleich drei Premieren an einem Abend

  1. Vorhang auf! Der Kinospot des INKOTA-netzwerks „Sense mit Monokultur“ feiert Premiere.
  2. Ofen an! Zum ersten Mal wird live frisches Biobrot aus alten Getreidesorten gebacken. Die Bäcker Zeit für Geschmack freuen sich über knetende Hände.
  3. Bühne frei! Aktivist*innen des Nyéléni-Netzwerks und aus dem globalen Süden informieren Euch über Ernährungssouveränität, Zugang zu Land, Saatgut sowie über Solidarische Landwirtschaft und stehen Rede & Antwort.

Ohne das Gemüse von engagierten Landwirt*innen keine Schnippeldisko! Deshalb wollen wir dieses Jahr im Vorlauf der Disko Spenden sammeln, um die Arbeit und das tolle Gemüse der Bäuerinnen und Bauern wertzuschätzen. Die Aktion Agrar hat dafür eine Crowdfunding Kampagne gestartet. Ohne Moos nix los!

Also: Küchenmesser, Sparschäler, Wurzelbürsten, Schneidebretter und alles, womit Du dem Gemüse auf die Pelle rücken kannst einpacken und mitmachen.

Wann: Freitag, den 16.01.2015 von 18:00-22:00 Uhr
Wo: Zirkus CABUWAZI, Am Postbahnhof 1, 10243 Berlin

Anfahrt:
S-Bahn-Station: Ostbahnhof (S7, S 5, S 75)
Bus 140, 142, 147, 240, 248, 347

Wir freuen uns auf Euch!

 

 

Bild: Franziska Hoffmann

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15. Dezember 2014 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
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Aktion gegen Tierfabriken!

Träumst du auch davon, so einen Tiere quälenden Megastall einfach mal stillzulegen? Einen Vorgeschmack bekommst du auf unserer ersten öffentlichen Aktion!

Eine Gülleflut mit Styroporpillen, Traktor und Heuballen – und das alles direkt vor dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in Berlin. Am 5.1. sind die Mitarbeiter*innen zwar noch im Urlaub, aber wir finden, dass die Gülleproblematik ganz oben auf der Tagesordnung stehen sollte, wenn sich die Büros im Januar wieder füllen. An diesem Tag freuen wir uns über tatkräftige Unterstützung! Eine strenge Düngeverordnung kann für die Tierfabriken teuer werden. Wer Tierfabriken stoppen will, dreht ihnen deshalb am besten den Gülle-Hahn zu. Mach mit und kommt zur Aktion!

Start der Gülleflut: Montag, 5. Januar 11:30 Uhr bis etwa 12:30 Uhr
Ort des Geschehens: Vor dem Landwirtschaftsministerium, Wilhelmstraße 54, 10117 Berlin

Damit die Planung für uns leichter wird, bitte bei info@aktion-agrar.de anmelden. Am besten Gummistiefel mitbringen. Bis Montag, den 5. Januar!

14. November 2014 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
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Die lebenden Zahlen der Fleischwirtschaft – Fußball Edition

Die allgemeine fleischer zeitung bringt jährlich ihr Ranking der TOP 100 der Fleischbranche raus. Jetzt liegen die Zahlen zu den Jahresumsätzen und Schlachtungen von 2013 vor. Da geht es in die Milliarden an Euros und um viele Millionen Tiere. Klingt alles aber ziemlich abstrakt. Um die Größenverhältnisse richtig zu verstehen mussten wir uns Hilfe holen. Am besten von den beiden engsten Freunden der Wurst: Bier und Fußball.

Jahresumsätze

Das größte Unternehmen in der Fleischbranche ist die Tönnies-Gruppe mit einem Jahresumsatz von 5,6 Mrd. Euro. Auf Platz zwei steht Vion Food Germany mit 3,5 Mrd. Euro, und dicht dahinter stehen die 2,5 Mrd. Euro von Westfleisch. Dagegen stinkt die Bierbranche ziemlich ab. Der Jahresumsatz der Radeberger Gruppe liegt gerade mal 1,8 Mrd. Euro, Bitburger und Krombacher liegen jeweils unter einer Milliarde. Auch die Fußballclubs halten nicht mit. Der FC Bayern München, Borussia Dortmund und der FC Schalke 04 kamen zusammen nicht auf 1 Mrd. Euro Umsatz, obwohl sie 2013 Rekordzahlen schrieben.

Die wirtschaftlichen Gewinner so einer Fußballsaison bleiben also Tönnies und Co. Die drei Unternehmen erwirtschafteten so viel, wie das Budget des Gesundheitsministeriums für 2014. Wohl bekomm’s!

Schlachtzahlen

Tönnies, Vion und Westfleisch schlachteten gemeinsam 33,3 Millionen Schweine und 1,7 Millionen Rinder. Alle Fußballstadionplätze in Deutschland würden nicht ausreichen um diese Tiere zu beherbergen. Abgesehen davon, dass die Statik der Tribünen ihr Gewicht nicht tragen könnte. Würden die Rinder Schnauze an Schwanz hintereinander her laufen, wäre das eine 4 250 Kilometer lange Kuhparade um das ganze Grenzgebiet Deutschlands herum. Die Schweineparade wäre 49 950 Kilometer lang und wurde die ganze Erde (am Äquator!) umfassen.

Aus den geschlachteten Schweinen entstehen ca. 2,9 Millionen Tonnen Schweinefleisch, das macht ungefähr 1,6 Milliarden Currywürste. Die Rinder werden zu 510 000 Tonnen Rindfleisch, oder auch 2,5 Milliarden Burgern. Das ist mehr als genug um alle Stadionbesucher an allen 34 Bundesligaspieltagen einer Saison, mit jeweils einem Burger und einer Currywurst zu versorgen.

Und es geht noch weiter…

Diese Zahlen stammen nur von den größten drei Unternehmen, tatsächlich wird jährlich noch viel mehr geschlachtet. Und auch hört die Fleischwirtschaft natürlich nicht mit der Schlachtung auf. Etliche weitere Betriebe stehen dahinter, welche die Technik und Logistik leisten. Viele dieser Firmen kamen am vergangenen Wochenende in Hannover auf der EuroTier, der weltweiten Leitmesse für Tierhaltungsprofis, zusammen. Hier haben geschätzte 145 000 Besucher/innen (fast doppelt so viele wie ins Dortmunder Fußballstadion passen) alles von Fischverpackungs- und Etikettiersystemen, über Geflügelkalibrieranlagen und Geflügelrupfmaschinen bis hin zu Räucherschränken oder auch Wärmerückgewinnungsanlagen begutachtet.

Einer von den 2 360 Ausstellern ist EMF Lebensmitteltechnik. Das Unternehmen baut Schlachtanlagen so groß wie Spielfelder, viele davon in Osteuropa. Dort können innerhalb einer Stunde bis zu 500 Schweine geschlachtet werden. Das wären innerhalb der Spielzeit die Menge von 377 142 Portionen Currywurst. Eine für jedes Fan-Mitglied des FC Bayern München.

Beim nächsten Spiel vielleicht doch nur eine  Pommes zum Bier?

  Bild: Jerry Michalski (cc)

11. November 2014 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
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Wir-haben-es-satt! Demo

Aktion Agrar ist Teil des Wir-haben-es-satt! Bündnisses. Sei auch Du bei der alljährlichen Demo dabei.

Wir freuen uns schon auf die fünfte Großdemo gegen die Agrarindustrie, gegen Gentechnik, Tierfabriken und für die Agrarwende. Also unbedingt im Kalender vormerken:

 

Samstag, 17. Januar 2015
12 Uhr am Postdamer Platz in Berlin

 

Gemeinsam setzen wir ein Zeichen für die Agrarwende, denn Landwirtschaft der Zukunft geht anders als die Leistungsschau der Grünen Woche in diesen Januartagen vermittelt. Lass uns gemeinsam für eine ökologischere und bäuerliche Landwirtschaft auf die Straße gehen!

HIER findest du den vollständigen Demoaufruf.
HIER geht’s zum Wir-haben-es-satt Bündnis.

 

11. November 2014 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
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Hinter den Kulissen: Wie die Aktion Agrar auf den Ballen kam

Ein Logo? Es wäre doch gelacht, wenn wir das nicht in kurzer Zeit schaffen würden!

Gegen die Agrarindustrie soll es gehen, für die bäuerliche Landwirtschaft. Wie wäre es mit einer streitbaren Kuh? „Eine Kuh geht gar nicht, kein Ritter hatte je eine Kuh im Wappen, die sind doch nicht kämpferisch und mutig“, werden wir aufgeklärt. Einen Strichcode finden wir gut, einen der gerade zur Seite geschoben wird. Oder, noch besser, über den Tiere hinweggelaufen sind, auf dem Weg zur Agrarwende. Die Normierung bleibt auf der Strecke; Gemüse ist schließlich auch mal krumm und schrumpelig, Tiere stehen auf der Weide, nicht hinter Gitterstäben. Erst bei den tapferen Versuchen unseres Grafikers sehen wir, wie leicht Schweinefüße mit Lungenflügeln zu verwechseln sind. Und eine Nichtraucherkampagne wollen wir ja gar nicht durchführen. Die Hühnerfüße im Entwurf erinnern an Wurfmesser oder Fernsehtürme. Das passt auch nicht. Eine wilde Ziege gefällt uns einige Zeit ziemlich gut. Dann überrascht uns Erik Tuckow mit dem Strohballen. Ein strubbeliges Rechteck, in groß und klein gut erkennbar. Und mit vielen Erinnerungen verbunden: Kinderspiel in großen Scheunen, Ausharren auf kalten Straßen im Wendland, engagierte Stapelhilfen jeden Alters. Auch ein bisschen agrar-romantisch, aber nicht kitschig. OK. Es hat Wochen gedauert, aber wir haben ein Logo!