Leonie Dorn

Vergisst beim Anblick von Klatschmohn all ihre Sorgen und trauert Jon Stewart immer noch nach.

17. November 2017 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
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Protestaktion mit Booten am „Frischezentrum“ Amazons

Am heutigen Freitag spannten Aktive von Aktion Agrar ein großes Banner an der Kaimauer des Borsighafes in Berlin-Reinickendorf auf, hinter der Amazon das erste Logistikzentrum für seinen Lebensmittellieferdienst Amazon fresh unterhält. Mit zwei Schlauchbooten und einem weiterem Banner am Ufer setzten wir ein Zeichen, dass Amazon in unseren Kühlschränken nichts verloren hat und kein guter Partner für Bäuerinnen und Bauern ist. Vor einem halben Jahr war Amazon auch in Deutschland ins Geschäft mit frischen Lebensmitteln eingestiegen. Bisher beschränkt sich das Angebot auf Berlin, Potsdam, Hamburg und München.

Wie bereits bekannt, ist der Konzern eine Datenkrake, verletzt massiv die Rechte seiner Mitarbeiter*innen und spart mit Steuertricks Milliarden. So verschafft er sich unfaire Vorteile und ruiniert Wettbewerber und vermeintliche Partner. Mit billigeren Produkten und mit Hilfe von Algorithmen zur Preisbildung hat der Konzern viele Verkäufer auf seiner eigenen Plattform in die Knie gezwungen. Der Konzern entfaltet seine Macht sowohl als Händler als auch als Betreiber der wichtigsten Onlinemarktplätze.

Wir werden nicht still zusehen, bis Amazon diese wertvollen Alternativen an die Wand drängt.
Hinzu kommt, das das Konzept die Lebensmittelverschwendung anheizt. Essensretter aus Berlin, die bei Supermärkten nicht verkaufte Ware abholen und weitergeben, hatten Aktion Agrar berichtet, dass bei Basic seit dem Einstieg in das Amazon fresh-Konzept massiv mehr Lebensmittel weggeworfen werden.

Deshalb sammelt die Kampagne „Essen ohne Amazon“ persönliche Erklärungen von Menschen, die keine Lebensmittel über Amazon beziehen wollen und fordert auch von der neuen Bundesregierung, die Konzernmacht im Lebensmitteleinzelhandel und die der größten Internet-Konzerne einzuschränken, regionale Direktvermarktung weiterzuentwickelt und zu fördern.

9. Oktober 2017 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
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Giganten straucheln – Megafusionierer in Bedrängnis

Das grüne Licht im Frühjahr aus Brüssel für die Gigantenhochzeiten zwischen Dow und Dupont sowie Chemchina und Syngenta zeigte, dass die Fusionskontrolle gefährliche Schwächen hat. Aber jetzt lassen andere Gründe die Megafusionen wackeln – gut zu wissen und ein Grund für die Hoffnung, dass die Auseinandersetzung noch an Tiefe gewinnt:

1. Die nächste Verzögerung steht fest: EU „hält die Uhr an“
Das hatte sich der Bayer-Chef anders vorgestellt: Am 5. Oktober erklärte die EU-Kommission, im Zusammenhang mit der Prüfung der Fusion zwischen Bayer und Monsanto „die Uhr anzuhalten“. Das bedeutet weitere Zeitverzögerung für die Agrargiganten. Damit dürfte auch die jüngst auf den 22. Januar verlängerte Frist zur Entscheidung über die Fusion nicht mehr zuhalten sein.
Jede Woche Fristverlängerung ist eine Chance, den Widerstand stärker zu machen!

2. Europaparlament zeigt Monsanto-Lobbyist*innen die rote Karte
Bayers Megafusionspartner fällt weiterhin mit undemokratischem Verhalten auf. Während die EU intensiv über die Zukunft des Monsanto-Giftes Glyphosat diskutiert, verweigert Monsanto die Aussage. Nachdem der Konzern sich geweigert hatte, eine*n Vertreter*in zu einer Anhörung des Europaparlaments zu entsenden, entzog dieses den Lobbyist*innen Ende September die Hausausweise. Mit diesen begehrten Karten erhalten Tausende von Firmen- und Verbandsvertreter*innen erleichterten Zugang zum Parlament in Brüssel und Straßburg. Laut Europaabgeordnetem Sven Giegold ist diese Strafaktion in der Geschichte des EP noch nicht vorgekommen.

3. Chemchinas Finanzierungspläne gehen nicht auf, Syngenta wird „Ramsch-Papier“
Der mächtige Gentechnikkonzern Syngenta aus der Schweiz hatte sich vor wenigen Monaten noch öffentlich gefreut über die Übernahme durch den chinesischen Chemieriesen. Aktuell droht das Finanzierungskonzept Chemchinas zu kippen. Denn eine neue Syngenta-Anleihe, die den Deal mit 7 Milliarden Dollar finanziell abfedern sollte, rückt in schlechtes Licht. Nachdem zwei Rating-Agenturen schon im Frühjahr Syngenta heruntergestuft hatten, droht Standard & Poor jetzt mit einer weiteren Schlechter-Bewertung. Denn auf Syngenta rollen Milliarden-Strafzahlungen im Zusammenhang mit Genmais-Geschäften zu. Gleichzeitig winkte der chinesische Staats-Fonds, der einspringen könnte, bereits ab und ließ ausrichten, die Konzerne sollten das alleine lösen.


Mehr lesen:

http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-09/europaeisches-parlament-monsanto-papers-lobbyisten-zugang-entzogen
http://ec.europa.eu/transparencyregister/public/homePage.do
https://www.euractiv.com/section/competition/news/eu-pauses-inquiry-into-monsanto-bayer-mega-merger/
https://www.nzz.ch/finanzen/wie-wichtig-ist-china-der-syngenta-deal-ld.1319827
https://www.oltnertagblatt.ch/wirtschaft/syngenta-droht-der-ramsch-stempel-seine-chinesischen-kaeufer-sind-nicht-schuldlos-131778230

5. Oktober 2017 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
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Essen ohne Amazon

Wir wollen’s konzernfrei, vielfältig und regional!

6. September 2017 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
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Aktion in Leverkusen: Mit „Pac-Man“ für freies Saatgut statt Konzernmacht

Rund 80 Demonstrant*innen protestierten am heutigen Mittwoch vor dem Hauptsitz der Bayer AG in Leverkusen gegen die geplante Übernahme des Glyphosat-Herstellers Monsanto. Mit Traktoren und einer überdimensionalen, pflanzenfressenden Pac-Man-Figur verdeutlichten Bäuerinnen und Bauern wie Verbraucher*innen ihre Ablehnung der geplanten Mega-Fusion.

Beim Aktionstheater fraß das Hybrid aus Pac-Man und einer überdimensionalen Bayer-Tablette Brokkoli, Paprika, andere patentierte Pflanzen und auch das Brot in Not der Kampagne gegen Hybridweizen.

Jutta Sundermann von Aktion Agrar, Sarah Schneider von der entwicklungspolitischen Organisation Misereor und Bernd Schmitz, Bauer und Vertreter der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft warnten gleichermaßen vor der starken Marktmacht von Bayer-Monsanto und dem Schwund der Vielfalt auf den Äckern und Tellern weltweit:
Die Agrochemie- und Pharmariesen Bayer und Monsanto versuchen mit Patenten auf Saatgut und weiteren Übernahmen in der Agrarchemie-Branche die komplette Ernährungskette zu kontrollieren. Heute beherrschen drei Konzerne mehr als die Hälfte des globalen Saatgutmarkts. Wenn Bayer und Monsanto fusionieren, ist eine Marktkonzentration erreicht, die Wettbewerb nicht mehr zulässt. Für Bäuerinnen und Bauern bedeutet dies in der Regel höhere Preise und Einschränkung der Saatgutvielfalt. Bei Erzeuger*innen im globalen Süden sind die negativen Folgen der Geschäftspraktiken dieser Konzerne bereits heute deutlich spürbar. Das Geschäftsmodell von Bayer, Monsanto und Co. fürht dazu, dass sich Kleinbäuerinnen und -bauern verschulden, ihr Land verlieren oder von Pestiziden krank werden.

Das breite gesellschaftliche Bündnis aus über 45 Organisationen, „Wir haben es satt“, fordert von der nächsten Bundesregierung eine Politik für Bauernhöfe. Sie muss Konzernmacht einen Riegel vorschieben und dafür sorgen, dass bäuerliche Betriebe überleben können. Um die bäuerliche Landwirtschaft, gesundes Essen und eine vielfältige Umwelt zu erhalten, brauchen wir direkte Kontakte zu regionalen Produzenten und eine Eindämmung der Marktmacht von großen Agrarchemie-Konzernen.

Der Protest gegen die Megafusion war der Auftakt der „Wir haben es satt!“-Aktionstour für die Agrar- und Ernährungswende, die vor der Bundestagswahl quer durch Deutschland führt. Die nächste Station findet in Thüringen statt, wo es am 8.9. eine aufsehenerregende Aktion zu dem hierzulande bislang wenig beachteten Thema Landraub gibt. Am Samstag, den 9.9. findet zum Abschluss die große Demonstration zum Wiesenhof-Megaschlachthof in Königs Wusterhausen (bei Berlin) statt. Mehr dazu auf: www.wir-haben-es-satt.de/start/aktionstour/

Fotos der Aktion sind wie immer auf unserer Flickr-Seite zu finden

Einen kurzen Bericht im WDR über die Protestaktion gibt es hier…

Unterzeichne jetzt unseren Appell: Megafusionen stoppen – Konzernmacht begrenzen!

 

 

24. August 2017 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
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Erste Schlappe für Bayer: Keine Fusions-Genehmigung mehr in 2017

Noch im Juli war sich Bayer-Chef Werner Baumann sicher, die Megafusion mit Monsanto noch in diesem Jahr auch auf der Ebene der EU in trockene Tücher zu bekommen. Dieses Ziel hat ihm die massenhafte Kritik von Umwelt- und Agrarorganisationen und EU-Kommissarin Magrethe Vestager jetzt vermasselt. Die EU-Kommission erklärte, in eine intensive Prüfung der geplanten Fusion einsteigen zu wollen und kritisierte die bisher von Bayer angebotenen Verkäufe von Unternehmensteilen (divestments) für unzureichend. Als neue Entscheidungsfrist legte sie nun den 8. Januar fest.

Unsere Arbeit gegen die Fusion der Gentechnik- und Pestizid-Riesen geht damit motiviert weiter. Noch kann Bayer darauf zählen, dass in der Vergangenheit die allermeisten Anträge auf Fusionen am Ende genehmigt wurden. Aber die Weltöffentlichkeit schaut bei dieser Entscheidung nach Brüssel. Und es ist vielen Menschen klar geworden, dass die massive Macht-Zusammenballung im Bereich des Saatgutes und auch der Pestizide Bäuerinnen und Bauern, Konsument*innen und auch der Umwelt extrem teuer zu stehen kommen können.

Bayer und Monsanto setzten 2016 zusammen knapp 22 Milliarden Euro um, bei mehr als 42 000 Beschäftigten. Bayer verzeichnete davon rund 10 Milliarden Euro in seinem Bereich „Crop Science“, Monsanto 11,8 Milliarden.

Aktion Agrar wird den Dinosaurier gegen Konzernmacht weiter auf die Reise schicken. Wir sammeln weiter Unterschriften gegen die Megafusionen und machen Aktionen. Hast Du noch nicht unterzeichnet? Hier kannst Du es nachholen: https://www.aktion-agrar.de/konzernmacht-begrenzen/

Die nächste große findet am 6. September am Hauptsitz der Bayer AG statt! Mehr dazu hier: www.wir-haben-es-satt.de/start/aktionstour/

Und für alle, die ein bisschen tiefer schürfen wollen, bieten wir einen tollen Referenten für eine spannende Abendveranstaltung. Unser aufblasbarer Dinosaurier ist kostenlos bei uns auszuleihen. schreib an: info@aktion-agrar.de

 

16. August 2017 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
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Aktionstour zur Bundestagswahl 6.- 9. Sept.

Wir haben Konzernmacht, Landraub und Tierfabriken satt!

Die Agrarpolitik der Bundesregierung hat fatale Auswirkungen: In deutschen Tierfabriken werden pro Jahr mehr als eine halbe Milliarde Hähnchen geschlachtet, die in Betrieben mit 50.000 oder mehr Tieren großgezogen werden. Hierzulande verfügen drei Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe über die Hälfte der Agrarflächen und Saatgut- und Pestizidkonzerne wie Bayer und Monsanto wollen immer mehr Kontrolle über unsere Äcker und Teller.

Die aktuelle Bundesregierung und Agrarminister Schmidt ignorieren den gesellschaftlichen Trend: Immer mehr Menschen wollen wirklichen Tierschutz, bäuerliche Betriebe, ökologischen Landbau, globale Solidarität und ein klares Nein zu Gentechnik und Patenten auf Leben. Dafür demonstrieren wir jedes Jahr im Januar mit Zehntausenden bei der Wir haben es satt!-Demonstration in Berlin. Kurz vor der Bundestagswahl legen wir an drei agrarpolitischen Brennpunkten den Finger in die Wunden der Agrarindustrie. Mit unserer Aktionstour zur Bundestagswahl machen wir deutlich, dass die nächste Regierung eine zukunftsfähige Agrar- und Ernährungswende offensiv angehen muss!

BRENNPUNKT KONZERNMACHT

Mittwoch, 6. September 2017, 11 Uhr
„Bayer & Monsanto: Finger weg von unserem Essen!“ – Aktion für Saatgutvielfalt
Ort: Bayer-Zentrale, Kaiser-Wilhelm-Allee 1, 51368 Leverkusen

BRENNPUNKT LANDRAUB

Donnerstag, 7. September 2017, ab 9.30 Uhr
Workshoptag „Gute Landwirtschaft – praktisch und politisch“
Ort: LebensGut Cobstädt, Schulplatz 8, 99869 Drei Gleichen

Donnerstag, 7. September 2017, 19 Uhr
“Kein Land mehr in Sicht?“ – Diskussionsveranstaltung zum Thema Landkonzentration
Ort: Gemeindesaal Großrettbach, Neudietendorfer Straße 27, 99869 Drei Gleichen

Freitag, 8. September 2017, 9 Uhr
Festliche Einweihung der „Allee gegen Landraub“
Ort: LebensGut Cobstädt, Schulplatz 8, 99869 Drei Gleichen

BRENNPUNKT TIERFABRIKEN

Freitag, 8. September 2017, 19.30 Uhr
Podiumsdiskussion: „ 240.000 Schlachtungen pro Tag bei Wiesenhof – muss das sein?“
Ort wird noch bekannt gegeben

Samstag, 9. September 2017, 13 Uhr
»Wir haben Tierfabriken satt!«-Demonstration zum Wiesenhof-Schlachthof (Facebook-Veranstaltung)
Ort: Bahnhof Königs Wusterhausen bei Berlin
Ab 15 Uhr: Abschlusskundgebung am Wiesenhof-Schlachthof in Niederlehme
Im Anschluss: „Tanzen, essen, baden – Fest für die Agrarwende“

Komm mit auf Aktionstour quer durch Deutschland!

Vom 6. bis 9. September 2017 fahren wir mit unserem Aktionsbus von den Bayer-Werkstoren am Rhein über die Felder Thüringens zum Wiesenhof-Megaschlachthof in Königs Wusterhausen! Neben öffentlichkeitswirksamen Aktionen und informativen Veranstaltungen gibt es bei der Wir haben es satt!-Aktionstour ein spannendes Programm, bei dem du dich selbst einbringen und andere Aktive kennenlernen kannst. Wir unterstützen dabei Bürgerinitiativen und Organisationen, die vor Ort der Agrarindustrie die Stirn bieten.

Die Mitfahrt im Bus ist kostenlos (Wir haben es satt freut sich aber natürlich über Spenden) und ein Zustieg prinzipiell jederzeit möglich.

Zustiegsmöglichkeiten:

  • Dienstag, 5. September (nachmittags): Berlin
  • Mittwoch, 6. September (mittags): Leverkusen
  • Freitag, 8. September (mittags): Drei Gleichen (bei Erfurt)

Genaue Uhrzeiten und Treffpunkte werden per Mail bekannt gegeben. Unterkunft und Verpflegung durch die Fläming Kitchen (vegan/vegetarisch) sind inklusive. Bitte bringt Schlafsäcke und Isomatten mit!

Hast du Lust dabei zu sein? Super, dann melde dich bis zum 25. August per Mail an: info(at)wir-haben-es-satt.de

7. Juli 2017 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
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Protest gegen G20 #toobigtofeed

Aktivistinnen von Aktion Agrar waren diese Woche zusammen mit dem Konzern-Dino auf dem Alternativ-Gipfel der G20 Proteste in Hamburg unterwegs, um die anstehenden Megafusionen der Agrarkonzerne zum Thema zu machen. Gemeinsam diskutierten die Teilnehmer*innen, welche Auswirkungen die Marktkonzentrationen auf Bäuerinnen, Bauern und Verbraucher*innen haben und wie Fusionskontrolle verschärft und Konzernmacht zurückgedrängt werden kann.

Um die Debatte zu entfachen wurden die Besucher*innen mit einer Einstiegsfrage konfrontiert: Wann ist ein Konzern zu groß? Gemeinsam mit dem Konzern-Dino konnten sie ein Video-Statement abgeben, oder ihre Botschaft auch schriftlich kundtun. Hier ist eine Sammlung der Botschaften zu sehen…

Die Stimmung auf dem Gipfel machte Mut trotz Ausnahmezustand in Hamburg. Gemeinsam können wir es schaffen, genug Druck aus der Zivilgesellschaft aufzubauen um die Politik zum Handeln bringen. Und handeln muss sie, damit nicht übermorgen die nächste Fusionswelle über uns hereinbricht.

Wann ist ein Konzern #toobigtofeed? Mach mit und lade dein Statement hoch!

Und so gehts:

  • Filme dein Statement „Ein Konzern ist #toobigtofeed, wenn…“ mit der (Handy-)Kamera.
  • Sende die Videodatei (am besten als mp4-Datei) an uns: dazu gibts drei Möglichkeiten:
    1. Sende das Video direkt per Facebook Messenger.
    2. Lade das Video auf deinem Facebook- oder Youtube-Account mit dem Hashtag #toobigtofeed hoch – wir suchen nach dem Hachtag und veröffentlichen die Videos auch bei uns.
    3. Sende die Datei über Wetransfer an info@aktion-agrar.de
  • Wenn du Statements von deinen Freunden und Bekannten oder von Leuten in der Fußgängerzone einholen möchtest: Schreibe eine Mail an info@aktion-agrar.de und wir senden dir ein kleines Aktionspaket mit Flyern, Unterschriften-Listen und Daumenkinos – jede*r Mitmachende soll als Geschenk ein Daumenkino mit dem Konzerndino erhalten. Gib uns für den Versand deine Adresse durch. Wenn du fürs Mitmachen ein Daumenkino und unsere Broschüre zur Fusion von Bayer und Monsanto haben möchtest, schicken wir dir dies auch gerne zu.

Im Herbst werden die Statements in einer großen Aktion vor dem Wirtschaftsministerium projeziert. Auf dem Gipfel für Solidarität haben schon einige Menschen ihre Statement abegegeben. Hier sind sie zu hören…

3. Juli 2017 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
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Aktion in Brüssel: EU genehmigt zu viele Konzernfusionen

Vor dem Dienstsitz der Europäischen Kommission in Brüssel demonstrierten am Montag, den 3. Juli Aktivist*innen von Aktion Agrar gegen die Megafusionen der Agrarkonzerne. Sie warnten vor massiven Folgen für Bäuerinnen und Bauern und für Verbraucher*innen weltweit und forderten von der Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager, der nun angemeldeten Fusion von Bayer und Monsanto nicht zuzustimmen. Die EU-Mitgliedsländer riefen sie auf, ihre Möglichkeiten zum Stopp der Übernahme zu nutzen.

Diese Agrarchemie- und Saatgutkonzerne verfügen über eine erschreckende Marktmacht. Sie kontrollieren nicht irgendein Luxusgut, sondern den Zugang zu Saatgut selbst. Das ist die Grundlage unserer Ernährung. Dabei nehmen sie Einfluss auf Regierungen und Genehmigungsverfahren. Sie fördern weltweit eine einseitig auf Monokulturen, auf Gentechnik und hohen Kapitaleinsatz orientierte Landwirtschaft. Das raubt Millionen von Menschen den Zugang zu Saatgut. Diese Konzerne sind „too big to feed.“

Schon im März hatten 200 NGO einen offenen Brief an Frau Vestager unterzeichnet und mit einer Aktion „Marriage in hell“ in Brüssel übergeben.

Am heutigen Montag hatte die deutsche Kampagne „Konzermacht begrenzen“ einen aufblasbaren Dinosaurier mitgebracht und ein Kassenband, auf dem als Waren zahlreiche Pakete mit Firmenlogos lagen. Der Dinosaurier trug all die Firmen zusammen, die Bayer und Monsanto sich in den letzten Jahren einverleibt hatten. Die teilweise auch milliardenschweren Übernahmen dienten der Spezialisierung auf Getreidezüchtung und verschiedene gentechnische Verfahren.
Die aktuelle Anmeldung symbolisierte eine riesige Tasche mit dem Monsanto-Logo und einem Preisschild: „66 Milliarden US-Dollar“.

Bayer hat mit der Anmeldung seiner Fusionspläne den allerletzten Termin im zweiten Quartal 2017 gewählt. Das war ein Schachzug, der einmal mehr zeigt, wie wenig es dem Konzern an demokratischen Auseinandersetzungen gelegen ist: Am Freitag endete in Berlin die letzte Sitzungsperiode des Deutschen Bundestags. 90 Tage Zeit hat die Kommissarin, ihre Entscheidung zu treffen – 90 Tage in denen es in Bayers Herkunftsland praktisch kein Parlament gibt.

Deshalb fordern wir von der Bundesregierung, sich in den kommen Monaten in Brüssel gegen die aktuelle Fusion, und gegen zukünftige Marktkonzentrationen und Megafusionen einzusetzen.

Unterzeichne jetzt unseren Appell!

30. Juni 2017 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
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Eilmeldung: Bayer meldet Fusion in Brüssel an

Über 8 Monate nach Bekanntgabe der Fusions-Vereinbarung hat nun die BayerAG die geplante Übernahme bei der Wettbewerbsbehörde in Brüssel angemeldet. In Berlin unterstricht Aktion Agrar nochmals zusammen mit 2 Nichtregierungsorganisationen ihre Forderung, diese Konzernfusion nicht zu erlauben.

Schon heute sind diese Agrarkonzerne zu groß. Bayer und Monsanto kontrollieren weltweit rund ein Drittel der Pestizide und etwa ein Viertel des internationalen Saatguthandels. Vereint werden sie noch mehr Macht über unsere Lebensmittel und über die praktische Landwirtschaft gewinnen. Ihre Macht, andere Züchtungsbetriebe zu verdrängen und sich noch mehr genetische Ressourcen unter den Nagel zu reißen, steigt ebenso wie ihr Einfluss auf politische Entscheidungen.

Wir fordern dringend ein „Nein“ von der zuständigen EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. Diese hatte bereits im März und April Übernahmeplänen von Chemchina gegenüber Syngenta und von Dow gegenüber Dupont zugestimmt. Die nun dritte Fusion verschärft die Konzentration noch weiter, deshalb muss sie abgelehnt werden. Außerdem steht längst eine gesellschaftliche Auseinandersetzung über das Wettbewerbsrecht selbst sowie über weitere wirksame Begrenzungen der Konzernmacht an: Die Regeln der Wettbewerbshüter müssen schärfer gefasst werden. Es darf kein Konzernwachstum ohne Grenzen geben. Saatgut ist die Grundlage für unsere Ernährung und muss frei zugänglich sein!

Alle Daten über Konzernkonzentration müssen öffentlich zugänglich gemacht werden und es müssen Gesetze geschaffen werden, die auch eine Rückabwicklung einer Fusion ermöglichen. Nicht zuletzt gehören die globalen Auswirkungen der Macht der Megakonzerne in die Prüfungen der Kontrolleure – bisher findet das schlicht gar nicht statt.

Unterzeichne jetzt unseren Appell an die Bundesregierung!

Aktion Agrar wird am Montag eine Protestaktion vor der Europäischen Kommission in Brüssel veranstalten und somit direkt Druck auf Frau Vestager aufbauen, die Fusion der Giganten nicht zu genehmigen.

In einer Studie wurde im Mai bereits dargelegt, welche Veränderungen dringend nötig sind. Sie kann hier heruntergeladen werden: www.aktion-agrar.de/streitschrift-konzernmacht

Hier geht es zu unserer Pressemitteilung in vollem Wortlaut…

Die beteiligten Organisationen

AbL – Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft
Aktion Agrar
ASW – Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt
CIR – Christliche Initiative Romero
Coordination gegen Bayer-Gefahren
Die Freien Bäcker e.V.
Dorfkäserei Geifertshofen
Ecoland e.V.
FDCL – Forschungs- und   Dokumenationszentrum Chile-Lateinamerika
Forum Umwelt und Entwicklung
GeN – Gen-ethisches Netzwerk e. V.
Goliathwatch
IG Nachbau
INKOTA
NaturFreunde Deutschlands
Netzwerk Solidarische Landwirtschaft
Slow Food Deutschland
Stiftung Haus der Bauern
Züchtervereinigung Schwäbisch Hällisches Schwein
FIAN Deutschland e.V.
Stopp Bayer Monsanto