Leonie Dorn

Vergisst beim Anblick von Klatschmohn all ihre Sorgen und trauert Jon Stewart immer noch nach.

22. Juni 2017 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
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Konzernmacht begrenzen!

Die Bundesregierung muss kommende Megafusionen verhindern!

22. Juni 2017 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
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Megafusionen stoppen – Konzernmacht begrenzen!

Bayer meldet seine Übernahme des Gentechnik-Konzerns Monsanto zur Prüfung bei der EU an – gerade wenn die Parlamente in die Sommerpause gehen. Jetzt liegt es an uns, die Bundesregierung wachzurütteln.

14. Juni 2017 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
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Breites Bündnis startet Petition für schärferes Düngerecht

Unter dem Motto: „Stoppt die Gülle-Verschmutzung – Schützt unser Wasser!“ hat heute, am 14. Juni, eine Koalition aus Wasserverbänden, Umwelt- und Agrarorganisationen und einer Gewerkschaft den Startschuss gegeben für eine Petition zur Verschärfung des deutschen Düngerechts. Das gemeinsame Ziel: Die Nitrat-Verschmutzung der Böden und Gewässer stoppen und eine gewässer- und umweltverträgliche Landwirtschaft einfordern.

Die massive Überdüngung der Felder durch die großindustrielle Agrarwirtschaft gefährdet zunehmend das Grundwasser und hat nun auch den Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) auf die Barrikaden gebracht. In einigen Regionen werden alarmierende Nitratwerte gemessen. Das schadet der Umwelt und kostet Verbraucher*innen dreifach: Für die Wasserversorger wird es in vielen Regionen Deutschlands immer aufwendiger, die gesetzlichen Vorgaben der Trinkwasserverordnung einzuhalten. Damit droht in einigen Regionen ein Anstieg des Trinkwasserpreises um über 60 Prozent. Die Klage der Europäischen Kommission gegen Deutschland wegen Verstoßes gegen die EU-Nitratrichtlinie könnte zu hohen Strafzahlungen für Deutschland führen, die letztlich von den Steuerzahlern finanziert würden. Hinzu kommen die bestehenden Subventionen für die größtenteils industriell geprägte Landwirtschaft, welche im Widerspruch zur laufenden Klage stehen. Trotz allem floriert der Gülltetourismus: Nach Angaben der Universität Wageningen wurden allein 2016 zwei Millionen Tonnen Wirtschaftsdünger aus den Niederlanden auf deutschen Äckern entsorgt. Das entspricht 66.600 LKW-Ladungen.

Unsere Forderungen sind: Sofortiger Dünge-Stopp in belasteten Gebieten, wenn der Grenzwert (Schwellenwert) von 50 Milligramm Nitrat pro Liter im Grundwasser überschritten wird, Verpflichtende Stoffstrombilanzen ab 2018 für alle Agrarbetriebe, Gülletransporte bundesweit überwachen und in nitratbelasteten Gebieten Gülle-Importe stoppen. Zusätzlich müssen Milliarden-Subventionen für die großindustrielle Agrarwirtschaft sofort zugunsten einer gewässer- und umweltverträglichen Bewirtschaftung der Flächen umgeschichtet werden.

Der Appell kann hier unterzeichnet werden: www.guelleverschmutzung-stoppen.de

Die Initiative „Stoppt die Gülle-Verschmutzung – Schützt unser Wasser!“ ist eine Initiative des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft gemeinsam mit: Aktion Agrar, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Deutsche Umwelthilfe, Deutscher Naturschutzring, Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches, Germanwatch, Greenpeace, GRÜNE LIGA und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di.

Mit der Kampagne „Tierfarbiken den Güllehahn zudrehen“ fordert Aktion Agrar schon seit 2015 eine Verschärfung der Düngeverordnung, strengere Obergrenzen beim Düngen, eine Gülle-Transportdatenbank und die Förderung von Flächengebundener Tierhaltung. Mehr als 200.000 Menschen unterzeichneten den Appell. Mehr Informationen, sowie Infografiken dazu finden sich hier…

10. Mai 2017 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
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Aktion: Konzernfreie Brötchentüten in Bäckereien bundesweit

Konzerngetreide kommt Euch nicht in die Tüte? Dann haben wir was für Euch: die konzernfreien Brottüten der Kampagne “Brot in Not”. Sie gehen seit dieser Woche in Bäckereien im ganzen Land über die Ladentheke. Bei unserer Aktion sind schon kleine und große Bäckereien dabei, neunzigtausend Brötchentüten sind schon im Umlauf.

Sie alle machen aufmerksam auf die skandalöse Förderung von Hybridweizenzüchtung mit gentechnischen Methoden durch die Bundesministerien für Landwirtschaft und für Forschung.
Die beteiligten Konzerne – unter ihnen Syngenta und Bayer – wollen mit Hybridweizen erreichen, dass Bäuerinnen und Bauern das Saatgut aus ihrer eigenen Ernte nicht mehr selbst nachbauen können, sondern jährlich bei den großen Züchtern zum Einkauf vorstellig werden müssen.
Die Konzerne und die Bundesregierung verweisen gerne auf die wachsende Weltbevölkerung und loben ihre Aktivitäten selbst als Teil der „Weizen-Initiative (Wheat Initiative)“ der G20 und als Maßnahme gegen Hunger.
Dabei haben Untersuchungen längst gezeigt, dass Hybridweizenpflanzen kaum Ertragszuwächse aufweisen, die Nachteile aber voll durchschlagen. Und: Hunger ist auch ein Verteilungsproblem. Der Zugang von Bäuerinnen und Bauern zu Saatgut und Land muss deshalb erhalten bleiben und darf nicht eingeschränkt werden.

Du hast noch eine Idee, wo die Brötchentüten mit dieser Botschaft sinnvoll eingesetzt werden können?

– Dann bestelle jetzt gegen eine Spende die Back-Box mit Brottüten, Unterschriftenlisten und Aufklebern, und verschenke darin Leckereien mit der politischen Botschaft..
Oder
– Werde „Brotschafter*in“, indem Du deine Lieblings-Bäckerei oder den Bioläden in der Nähe direkt ansprichst und fragst, ob auch dort die Aktionsbrötchentüten zu Einsatz kommen könnten. Wir melden uns dann bei dir per Mail mit weiteren Infos.

Mit 5 EUR deckst du die entstandenen Kosten fürs Erstellen, Drucken und Versenden der Backbox. Für 1000 Tüten rechnen wir mit 20 EUR Druckkosten plus Versand. Falls du keine Tüten bestellen, aber die Kampagne unterstützen möchtest, schau gerne auf „Brot in Not“ vorbei. Hier findest du weitere Infos zur Kampagne für freien Weizen und gegen Konzerngetreide.

10. Mai 2017 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
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Bayer-Hauptversammlung und Fusionspläne – Widerstand offensiv und kreativ

Noch bevor sich die ersten Aktionäre am Eingang zur Hauptversammlung der Bayer AG am 28. April in Bonn eingefunden hatten, rangierten die Aktiven von der AbL und Aktion Agrar sowie dem Bündnis Meine-Landwirtschaft ein vorsintflutliches Ungetüm in die beste Position:
Die riesige Kartoffeldämpfmaschine fuhr Anfang des 20. Jahrhunderts über die Dörfer und half dabei, große Mengen Kartoffeln zu dämpfen und dann unterirdisch einzulagern – als Kartoffelsilage für die Schweine.
Sobald das schwere Gefährt unweit des Eingangs zur Aktionärsversammlung stand, wurde es mit Bannern dekoriert und zeigte seine neue Bestimmung: als Patent- und Fusionsvertrags-Verbrennungsmaschine. Fleißig eingeheizt rauchte der hohe Schlot bald beeindruckend. Wenig später stieß die Maschine ihre erste große Dampfwolke aus. Der Schlauch wurde an den Kartoffel-Topf angeschlossen.
Patentanträge auf Brokkoli, auf Sonnenbluben, auf Tomaten und weitere wanderten nach kurzen Ansprachen und Informationen über die immer weiter wachsende Macht Bayers und Monsantos ins Feuer. Auch die Fusionsverträge zwischen den Agrar-Dinosauriern sowie zahlreiche Vorgängerverträge, bei denen sich sowohl der deutsche als auch der nordamerikanische Konzern fleißig Züchtungs- und Gentechnik-Firmen einverleibt hatten landeten im Ofenloch. Fernsehkameras drängten sich um die Aktiven, um einen günstigen Bildwinkel zu erhaschen.

Auf der Bühne berichtete AbL-Geschäftsführer Georg Janssen über die fatalen Folgen der Patente auf Saatgut und Bernd Schmitz von der nordrhein-westfälischen AbL forderte eine bäuerliche Landwirtschaft, frei von den globalen Unternehmen. Jutta Sundermann rief dazu auf, sich den immer neuen und immer größeren Fusionen entgegen zu stellen.

Dieses Video zeigt, was diesem Morgen in Bonn los war.    |   Fotos von der Aktion gibt es hier…

 

Wenige Tage vor der Hauptversammlung hatten wir Post aus Brüssel im virutellen Briefkasten: Die EU-Wettbewerbskommissarin antwortete auf das Schreiben von über 200 Organisationen aus ganz Europa – unter anderem von Aktion Agrar. Sie betonte einmal mehr, die noch nicht beantragte Prüfung gewissenhaft durchzuführen. Sie werde den Antrag der Konzerne dann nach der nun aktuellen Marktlage bewerten, also die neuen Riesen Dow-Dupont und Chemchina-Syngenta berücksichtigen. Außerdem nähme sie gerne weitere Hinweise für die schädlichen Auswirkungen der Fusionen entgegen. Frau Vestager weiß, dass ihr Handeln gut beobachtet wird, macht aber keine Aussagen zu einem späteren Ergebnis. Nachzulesen zum Beispiel hier: www.foeeurope.org/opposition-rises-planned-agriculture-mega-mergers-270317

Der Widerstand gegen die Giganten-Hochzeit geht auf jeden Fall weiter. Bei Aktion Agrar wurden in den letzten Tagen fleißig Dinosaurier ausgeschnitten und zusammen mit unserer Studie zum Wettbewerbsrecht an alle Mitglieder des Agrar-Ausschusses des Bundestages sowie an Frau Vestager, Bundesagrarminister Christian Schmidt und den Chef des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt geschickt. Mit einigen wollen wir in den nächsten Wochen Gespräche führen. Die Zunahme der Konzernmacht darf nicht schulterzuckend (und schon gar nicht heimlich zustimmend) in Kauf genommen werden. Wir halten Dich auf dem Laufenden!

 

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12. April 2017 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
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Aktionstage für freies Saatgut

Ernährungssouveränität braucht Saatgutsouveränität! Sende jetzt Saatgut mit deiner Botschaft an die Bayer-Hauptversammlung am 28. April

6. April 2017 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
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Verbände-Aufruf: Fusionen stoppen, Konzernmacht begrenzen!

Einen Tag nach der Bekanntgabe der EU-Kommission, auch die zweite Mega-Fusion der Agrarchemie- und Saatgutkonzerne zu genehmigen, rufen 24 Nichtregierungsorganisationen und Netzwerke dazu auf, das Wettbewerbsrecht schärfer zu fassen.

Große, international tätige Konzerne haben vielfältige Möglichkeiten, Preise für Verbraucher*innen anzuheben, Löhne zu senken und mit Patenten sowie anderen Formen geistigen Eigentums den Zugang zu landwirtschaftlichen Produktionsmitteln wie Saatgut und genetischen Ressourcen zu blockieren. Mit der Marktmacht steigt auch der direkte und indirekte Einfluss der Konzerne auf nationale und internationale Politik.

Anlässlich der aktuellen Fusionswelle im Agribusiness fordern die Organisationen im Forum Umwelt und Entwicklung, die gesetzlichen Rahmenbedingungen heutiger Fusionskontrolle dringend zu reformieren, um Mega-Fusionen wie die jüngst genehmigten von Dow und DuPont sowie ChemChina und Syngenta in Zukunft verhindern und rückgängig machen zu können.

Seit den 1970er Jahren hat sich die Zahl der Fusionsanmeldungen verdoppelt und das Volumen der einzelnen Fusionen deutlich vergrößert. Gleichzeitig werden immer weniger Fusionen untersagt. Von den jährlich nahezu 1000 angemeldeten Fusionen stoppt das Bundeskartellamt weniger als 10. Das ungebrochene Wachsen und Fusionieren der großen Konzerne wird seit Jahrzehnten von der Öffentlichkeit zwar wahrgenommen – die Regeln dahinter werden aber viel zu wenig diskutiert.

Obwohl die Macht der großen Konzerne gravierende Auswirkungen auf die Länder des globalen Südens hat, verharrt Wettbewerbspolitik auf nationaler Ebene und betrachtet vor Entscheidungen die Folgen von Fusionen in Drittstaaten nicht.

Das Verbände-Papier zum Download…

Die Pressemitteilung zum Aufruf….

5. April 2017 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
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Plattformpapier GAP 2020 – Eine zukunftsfähige Agrarpolitik

30 Organisationen aus Landwirtschaft, Umwelt- und Naturschutz, Tierschutz und Entwicklungspolitik, unter ihnen Aktion Agrar, rufen zu einer grundlegenden Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU und ihrer Umsetzung in Deutschland auf. Sie wollen die umfangreichen Fördergelder der EU wie auch die europäische Marktordnung und das Fachrecht dafür einsetzen, den landwirtschaftlichen Betrieben durch die strikte Berücksichtigung von Umwelt- und Tierschutz wirtschaftliche Perspektiven zu eröffnen.

Konkret schlagen die Verbände vor, sämtliche Zahlungen der Agrarpolitik gezielt und ausschließlich für die gesellschaftlichen Leistungen der Landbewirtschafter einzusetzen. Kleinere und mittlere Betriebe sollten gestärkt werden. Änderungen an der Marktordnung sollen schwere Marktkrisen vermeiden und die Selbstregulierung der Erzeuger*innen stärken. Die Störung lokaler Märkte in Entwicklungsländern durch EU-Exporte mit Dumpingeffekten soll verhindert werden. Durch eine „einfache, abgestufte und verpflichtende Kennzeichnung“ der Tierhaltungsverfahren sollen die Verbraucher*innen in die Lage versetzt werden, den „Umbau der Tierhaltung“ aktiv mitzutragen. Zudem fordern die Verbände eine EU-weite Anhebung und Durchsetzung der Umwelt- und Tierschutzstandards.

Mit wichtigen Änderungen wollen die Verbände aber nicht auf die von der EU-Kommission angekündigte Reform der EU-Agrarpolitik für die Zeit nach dem Jahr 2020 warten. Sie rufen Bund und Länder dazu auf, noch im Jahr 2017 Umschichtungen von EU-Agrargeldern in Deutschland in Fördermaßnahmen für Tierschutz- und Agrarumweltmaßnahmen sowie zur Stärkung kleinerer und mittlerer Betriebe zu beschließen. Weil der Großteil der Agrar-Fördermittel aktuell mit der Gießkanne über alle Agrarflächen ausgeschüttet wird, fehlt das Geld, um Leistungen von Landwirten im Umwelt-, Gewässer-, Klima- und Tierschutz zu finanzieren. Um die enormen Herausforderungen anpacken zu können, muss Deutschland die von der EU geschaffene Möglichkeit nutzen, 15 Prozent der EU-Agrargelder von der allgemeinen Flächenförderung in die 2. Säule für Umwelt-, Tier- und Klimaschutz umzuschichten.

Wir brauchen aber eine starke Agrarpolitik, die gesellschaftlichen Leistungen der Bäuerinnen und Bauern in der Erzeugung anerkennt und honoriert. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die gestiegenen qualitativen Anforderungen des Umwelt- und Tierschutzes in größere Wertschöpfungsmöglichkeiten mit höheren Erzeugerpreisen für die bäuerlichen Betriebe zu überführen. Dazu müssen alle Instrumente genutzt werden, also Förderpolitik, Marktordnung, Kennzeichnungs- und Fachrecht sowie eine faire Handelspolitik. Bund und Länder müssen zudem die Möglichkeiten ausschöpfen, die das EU-Recht heute schon bietet

 

Hier geht’s zum Positionspapier…

 


Bild: Maria Dorn / Aktion Agrar

31. März 2017 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
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Unverantwortlicher Bummelstreik gegen Wasserschutz endlich vorbei

Es war ein unglaublich langes und zähes Tauziehen. Am heutigen Freitag beschließt der Bundesrat über die Düngeverordnung. Der Kompromiss ist wichtig, doch Aktion Agrar ist noch nicht zufrieden. Die EU-Kommission muss jetzt Nachbesserungen von Schmidt einfordern. Ziel muss langfristig eine flächengebundene Tierhaltung sein und schon kurzfristig eine deutliche Reduktion von Tierzahlen vor allem in den belasteten Regionen. Dafür sind Umbauhilfen für die betroffenen Betriebe zu entwickeln.

38 % der Grundwassermessstellen weisen alarmierende Nitratwerte auf, die Belastung von Flüssen und Ostsee ist längst alarmierend. In die Umwelt abgegebenes Ammoniak zerstört wertvolle Biotope. Obwohl das Problem massiv ist, handelte die Bundesregierung lange nicht. Diejenigen, die seit den Anfängen von Aktion Agrar dabei sind, wissen wie lange und zäh die Debatte rund um die Düngeverordnung schon läuft. In über 30.000 „Hausaufgabenheften für die Agrarwende“ haben wir die Notwendigkeit einer wirksamen Düngeverordnung erläutert. Die Infografiken wurden an vielen Orten zitiert. Vor allem ist es zentral, dass nun endlich eine neue Verordnung vorliegt. Der Status Quo war untragbar. Er brachte weder Verbesserung für das Wasser und noch Klarheit für die Bauernhöfe. Über zweieinhalb Jahre lang stritten Agrar- und Umweltministerium, Umweltschützer und Bauernverband um einen strengeren Umgang mit Gülle. Endlich konnten sie sich zu einem Kompromiss durchringen. Die letzten Monate entwickelten sich noch einmal zu einem Gülle-Krimi. Das Umweltministerium und zuletzt die grünen Agrarminister der Länder haben Bundesagrarminister Schmidt die Stoffstrombilanz abtrotzen können und strengere Regeln für besonders belastete Gebiete.

Doch das Feilschen ist noch immer nicht vorbei: In einer eigenen Stoffstrom-Bilanzverordnung wird jetzt festgelegt, welche Nährstoffe auf welche Weise von den landwirtschaftlichen Betrieben dokumentiert werden müssen.
Aktion Agrar wird weiterhin am Thema dranbleiben und die EU-Kommission an ihre Verantwortung erinnern. Aufgrund ihrer laufenden Klage gegen die Bundesregierung wegen Verstoß gegen die Wasserschutzrichtlinie muss sie das neue Gesetzespaket absegnen. Erste Andeutungen zeigen darauf hin, dass Brüssel mit dem jetzigen Stand der Dinge noch nicht zufrieden ist und weitere Nachbesserungen fordern wird. Sie muss aktiv werden. Wenn sich die Grundwasserwerte nicht verbessern, wird es für die Wasserwerke immer schwieriger, für Steuerzahler*innen immer teurer, unser aller Trinkwasser aufzubereiten.

Zur heutigen Pressemitteilung…


Bild: Aktion Agrar (cc)