Fragen zum deutschen Bauernverband – Zeit für Streit

Am Freitag, den 18. September mobilisierte der Bauernverband zur Demonstration gegen die Agrarpolitik in Niedersachsen nach Hannover. „Perspektive statt Agrarwende“ hatten die Veranstalter auf Banner gedruckt. Sie forderten von Minister Meyer eine Abkehr von seiner Agrarwende-Politik und beklagten Belastungen, Verdächtigungen und Anschuldigungen, die das Leben auf den Höfen „wie Mehltau“ lähmten.

Dass dies nicht die einzige Sichtweise ist, zeigte schon vor der Demonstration die Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft mit einer kritischen Pressemitteilung. Landesvorsitzender Ottamr Ilchmann warf den Veranstaltern ein durchsichtiges Ablenkungsmanöver der agrarindustriell verflochtenen Bauernverbandsspitze vor. Mehr dazu: Artikel bei Top-Agrar zur Demo und Kritik

Wir haben die Gelegenheit genutzt, einige Argumente zum Bauernverband zusammen zu stellen, die ein gutes Rüstzeug sein könnten, für spannende Diskussionen oder weitere eigene Recherchen.

Denn der Bauernverband
* … ist „ein Industrieverband wie andere auch“ – und kann auf den ADAC-Effekt setzen, der ihm viele Mitglieder beschert.
* … tut nur so, als ob er die Interessen sämtlicher Betriebe verträte – und hat eine eigenwillige Definition von „Familienbetrieben“.
* … ist besonders eng vernetzt mit der Agrarindustrie – und torpediert in deren Interesse Veränderungen der Europäischen Agrarpolitik, ohne die die Agrarwende kaum umsetzbar ist.

Mehr dazu hier in unserer Streithilfe zum Deutschen Bauernverband

 


Bild: © Aktion Agrar / Maria Dorn

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Jutta Sundermann

Wollte Aktion Agrar eigentlich „KuhRage“ nennen und wohnt in einem blauen Bauwagen auf dem Lande.

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