Freitag 08. April: Leere Gummistiefel mahnen Höfesterben

Diesen Freitag stehen hunderte von leeren Gummistiefeln vor dem Landwirtschaftsministerium in Schwerin. Sie erinnern an die 3 200 geschlossenen Höfe im Jahr 2015 und mahnen, welch enormer Verlust an Dorfkultur und bäuerlicher Landwirtschaft bereits zu beklagen ist.

Die Entwicklungen auf vielen Höfen in Deutschland sind dramatisch. Die Erzeugerpreise für Milch und Schweinefleisch decken bei weitem nicht die Kosten. Bäuerinnen und Bauern können ihre Rechnungen für Futter, Saatgut und Pachten nicht mehr bezahlen – es drohen ein Strukturbruch in der Landwirtschaft und eine lange ungekannte Wertevernichtung in den ländlichen Gemeinden.
Alle müssen ihre Verantwortung wahrnehmen: Die Bauern, die Molkereien, die Lebensmittelketten und die nicht zuletzt die Politik, die sich von der ignoranten Krisenmoderationsrolle und der Exportfixierung verabschieden und Rahmenbedingungen neu setzen muss. Ein Weiter-so ist keine Alternative, aktives Handeln für eine gesellschaftlich akzeptierte Landwirtschaft ist gefragt.

Gemseinsam mit globalisierungskritischen Netzwerk Attac und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) laden wir zu dieser Aktion mit anschließender Pressekonferenz ein. Los geht’s um 8.45 Uhr am Paulshöher Weg 1 in Schwerin.

Danach findet die Pressekonferenz von 10.00 – 11.00 Uhr im Raum der Landespressekonferenz in Schwerin, Schloss Südeingang statt.
Thema: Höfesterben und Wertevernichtung stoppen – jetzt handeln.
Auf dem Podium:
Martin Schulz, NEULAND-Bauer und AbL-Bundesvorsitzender
Ottmar Ilchmann, Milchbauer und stellvertretender AbL-Bundesvorsitzender
Franz-Joachim Bienstein, Ackerbauer, AbL-Landesvors. Mecklenburg-Vorpommern
Jutta Sundermann, Aktion Agrar / Attac, Kampagne „Kühe und Bauern nicht verpulvern“

 

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Leonie Dorn

Vergisst beim Anblick von Klatschmohn all ihre Sorgen und trauert Jon Stewart immer noch nach.

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