Gentechnik auch in Zukunft strikt regulieren!

Die Gentechnikfreiheit Deutschlands und Europas ist bedroht! Deshalb: Vorsorgeprinzip umsetzen, Wahl- und Gentechnikfreiheit sichern! Im breiten Bündnis veröffentlichen wir heute ein Positionspapier.

Seit Jahren lobbyieren Industrie und Gentechnik-Befürworter:innen dafür, neue Gentechnikverfahren wie CRISPR/Cas von der Gentechnik-Gesetzgebung auszunehmen. Sie wollen damit die derzeitige Definition von Gentechnik aufweichen. Das gefährdet die Wahlfreiheit und die Sicherheit von Mensch und Umwelt.

Zusammen mit insgesamt 94 Organisationen aus den Bereichen Umwelt-, Tier- und Naturschutz, Entwicklungspolitik, Kirchen, Verbraucherschutz, Landwirtschaft, Züchtung, Lebensmittelwirtschaft und Imkerei sowie Jugendorganisationen fordern wir die Bundesregierung in einem heute veröffentlichten Positionspapier auf, in Deutschland und auf europäischer Ebene alle derzeitigen wie künftigen Gentechnikmethoden und die daraus entstehenden gentechnisch veränderten Organismen (GVO) weiterhin unter dem bestehenden EU-Gentechnikrecht zu regulieren und zu kennzeichnen.

„Es steht viel auf dem Spiel. Wenn die neue Gentechnik nicht wie bisher reguliert wird, ist die Freiheit bedroht, gentechnikfreie Lebensmittel zu erzeugen und zu wählen. Der überfällige Umbau zu einer nachhaltigen, bäuerlich-ökologischen Landwirtschaft würde damit massiv gefährdet“ kommentiert Florian Schöne, Geschäftsführer des Umweltdachverbands Deutscher Naturschutzring (DNR). „Hinzu kommt: Neue Anwendungen wie Gene-Drive-Organismen betreffen auch wildlebende Arten und könnten damit negative Folgen für ganze Ökosysteme zur Folge haben“, ergänzt er.

Gemeinsam mit den vielen Organisationen fordern wir deshalb, dass auch für neue Gentechnik das Vorsorgeprinzip weiterhin gilt und die Wahl- und Gentechnikfreiheit durch Kennzeichnung und Transparenz, Zulassung und Rückverfolgbarkeit gesichert bleibt.

Das gemeinsame Positionspapier „Gentechnik auch in Zukunft strikt regulieren“ könnt ihr hier lesen:

Die Unterzeichner:innen sind:

Campact e. V.
Dachverband Kulturpflanzen- und Nutztiervielfalt e. V.
De Immen e. V.
Demeter e. V.
denkhausbremen e. V.
Deutscher Berufs und Erwerbs Imker Bund e. V. (DBIB)
Deutscher Naturschutzring e. V.
Deutscher Tierschutzbund
Die Freien Bäcker e. V.
Dreschflegel e. V.
Ecoland e. V.
Ecoropa
Europäisches BürgerInnen Forum
FDCL – Forschungs- und Dokumentationszentrum
Chile-Lateinamerika e. V.
FIAN Deutschland
Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau
Berlin Brandenburg e. V. (FÖL)
Fördergemeinschaft Ökologischer Obstbau e. V.
Foodwatch
Forum CSR International
Forum Ökologie & Papier
Forum Umwelt & Entwicklung
Gäa e. V. Vereinigung ökologischer Landbau
Gen-ethisches Netzwerk e. V.
Gen-ethische Stiftung
Gentechnikfreie Regionen in Deutschland
Gentechnikfreie Regionen Mecklenburg Vorpommern
Global Nature Fund
GLS Bank
Grassroots Foundation
Greenpeace
IG Nachbau
Initiative gentechnikfreie Metropolregion Hamburg
Inkota Netzwerk e. V.
Institut für Welternährung e. V. Berlin
Interessengemeinschaft der Bio-Märkte (IGBM)
Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit
(IG Saatgut)
Jugend im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
(BUNDjugend)
Junge Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft
(jAbL)
Junges Bioland e. V.
Kampagne „Meine Landwirtschaft“ | Wir haben es satt!
Kampagne für Saatgutsouveränität
Katholische Landvolkbewegung Deutschland
Kein Patent auf Leben
Keyserlingk-Institut
Kultursaat e. V.
Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e. V.
Mellifera e. V.
Misereor
Naturschutzbund Deutschland e. V. – NABU
Naturland – Verband für ökologischen Landbau e. V.
Netzwerk Solidarische Landwirtschaft e. V.
Neuland e. V.
Nyéléni.de
oekom e. V. – Verein für ökologische Kommunikation e. V.
open house e. V.
Pestizid Aktions-Netzwerk e. V. (PAN Germany)
Pomologen-Verein e. V.
Save Our Seeds
Seeds Action Network
Slow Food Deutschland e. V.
Slow Food Youth
Stiftung für Mensch und Umwelt
Stiftung GEKKO
Umweltinstitut München e. V.
Verbund Ökohöfe e. V.
Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer
in Deutschland e. V.
WWF Deutschland
Yeşil Çember – ökologisch interkulturell gGmbH
Zukunftsstiftung Landwirtschaft

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Michael Krack
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