Zwischenrufe für freien Weizen auf Hybridkongress

Aktive von Aktion Agrar und der internationalen Saatgutkampagne waren heute beim „International Wheat Congress“ mit einem Zwischenruf für freien Weizen aktiv. Sie verteilten Flyer auf den Konferenztischen und traten mit einem Banner mit der Aufschrift: „Freier Weizen statt Konzerngetreide!“ nach vorne, wurden dann vorübergehend des Saales verwiesen. Viele interessierte Kongressteilnehmer*innen nahmen gerne Kekstüten für freien Weizen entgegen.

Eingeladen wurde vom Landwirtschaftsministerium und der von den G20 ins Leben gerufenen Wheat Initiative, zu deren Mitgliedern auch Bayer, Monsanto, Syngenta, Limagrain, KWS – also die größten Gentechnikkonzerne weltweit – gehören. Teilnehmer*innen kamen aus der Wissenschaft, von Behörden – und etlichen großen Saatgutkonzernen. Trotz des immer wieder erwähnten Ziels, die Welt zu ernähren, war kein Dialog mit Bäuerinnen und Bauern aus der ganzen Welt, bäuerlichen Züchtern, Erhaltungsinitiativen und Expert*innen für Welternährungsfragen vorgesehen.

Mit den in Frankfurt diskutierten Züchtungsmethoden wird versucht, Produktivitätsreserven in den Flächenerträgen zu mobilisieren. Der Hunger auf der Welt hat seine Ursache aber nicht in unzureichender Produktion von Nahrungsmitteln, sondern in Armut und in fehlendem Zugang zu Land, Wasser und angepasstem Saatgut. Gerade bei Hybridweizen werden Saatgut-Konzerne gewinnen und die Menschen das Nachsehen haben. Die zu erwartenden Ertragssteigerungen sind sehr gering: der wesentliche Hybridisierungseffekt ist, dass Saatgut muss jährlich neu gekauft werden.

Die Kampagne „Freier Weizen statt Konzerngetreide“ fordert, dass derartige Forschungsförderung eingestellt und stattdessen ein Förderschwerpunkt auf bäuerliche Züchtung auf dem Feld gelegt wird. Unterzeichne hier unseren Appell!

Hier geht es zu unserer Pressemitteilung in vollem Wortlaut

Das Interview mit Jutta Sundermann im Deutschlandfunk findet sich hier …

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Leonie Dorn
Leonie Dorn

Vergisst beim Anblick von Klatschmohn all ihre Sorgen und trauert Jon Stewart immer noch nach.

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