Ab Juli: Solidarische Landwirtschaft

Agrarwende selber machen

Du möchtest gerne dein eigenes Gemüse essen, aber dir fehlt der Garten oder du traust dir das Anbauen nicht so recht zu? Dann schließe dich doch einer Solidarischen Landwirtschaft (Solawi) in deiner Nähe an und du kannst dir deinen Gemüseanteil regelmäßig von deiner Verteilerstelle abholen. Hier geht’s zum Solawi-Verteiler in deiner Nähe: ernte-teilen.org/map#/

Einige Solawis bieten ihren Mitgliedern neben Möhren, Kartoffeln, Pastinaken und co. auch Obst, Eier, Käse und Fleisch an. Jedes Jahr wird ein Anbauplan erstellt, an dem sich alle Ernteteiler*innen beteiligen können. Da mit einer errechneten Erntemenge kalkuliert werden kann, werden Überproduktionen und Abfälle von Lebensmittel vermieden.

Das maßlose Überangebot der Supermärkte wird hier durch meist unbekannte, an heimische Anbaubedingungen angepasste Sorten ersetzt. Nebenbei lernst du neue frische Lebensmittel kennen, die dir in der Supermarktwelt nie begegnet wären, da sie oftmals verarbeitungs-, transport- und lagerungsungünstige Eigenschaften aufweisen oder über zu geringe Ernteerträge verfügen dass sie somit als Massenware überflüssig macht.

Die direkte Kooperation von Landwirt*in und Verbrauchergemeinschaft trägt gemeinsam das Risiko und die Verantwortung der Lebensmittel von der Aussaat bis zur Ernte. Die Mitglieder stellen die finanzielle Unterstützung bereit, indem sie die gemeinschaftlichen Kosten entweder durch einen anteiligen Standardbetrag teilen oder nach dem solidarischen Prinzip „jeder gibt, was er kann“ zusammenlegen. Dadurch ist die Existenz der Landwirte nicht von Dumpingpreisen des Lebensmittelhandels oder Ernteausfällen bedroht und es können auch in Zukunft weiterhin Bio- Lebensmittel in deiner Region angebaut werden. Dadurch, dass deine Lebensmittel nun nicht mehr aus aller Welt herangekarrt werden müssen, trägst du zusätzlich enorm zur Reduktion der Klimagasemissionen bei.

Um einen direkten Bezug zur Produktion deiner Lebensmittel zu bekommen, kannst du durch Arbeitseinsätze mit Gleichgesinnten mehr über die ökologische Landwirtschaft erfahren. Der Unterschied zur Abokiste ist der, dass bei Solawi nicht die Produkte, sondern die gesamte Produktion vom Saatkorn bis zum reifen Salat durch die Gemeinschaft finanziert wird und somit die Landwirte durchgehend absichert. Na, dass macht doch Mut für die Agrarwende!

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