November: Lebensmittel retten & teilen

Was passiert mit den Lebensmitteln, die kurz vor Ladenschluss nicht verkauft wurden? Mit dem Brot, das die Bäckerei noch um 18.00 aufbackt, mit den Bananen, die leichte Druckstellen haben? Oft werden diese Lebensmittel entsorgt, weil sie nicht mehr schön genug aussehen oder nicht lange genug frisch und knackig bleiben.

Weltweit werden jedes Jahr 4 Milliarden Tonnen Lebensmitteln produziert. Davon gehen über 1,3 Milliarden Tonnen verloren, bleiben auf dem Acker liegen oder werden entsorgt. Wenn Lebensmittelverschwendung ein Land wäre, stünde es direkt hinter den USA und China auf der Liste der Länder, die die meisten Treibhausgase produzieren.
Wir finden: Lebensmittel gehören auf den Teller und nicht in die Tonne!

2011 drehte Valentin Thurn den Film „Taste The Waste“ und brachte das Thema Lebensmittelverschwendung in die deutsche Öffentlichkeit. 2012 wurde in Anlehnung daran der foodsharing e.V. mit der Website foodsharing.de gegründet, welcher das Teilen von Essenskörben ermöglichte, und durch den u.a. die „Genießt Uns!“-Kampagne entstanden ist.
Aktion Agrar hat dann 2015 mit der Kampagne „Leere Tonne“ dazu beigetragen, dass die Diskussion um die Vermeidung von Lebensmittelabfällen auch an Politiker*innen herangetragen wurde. Gemeinsam mit der Slow Food Youth und den Aktiven von Foodsharing forderten wir den Wegwerfstopp für Supermärkte, wie es ihn in Frankreich mittlerweile gibt.

Du willst aktiv werden gegen Lebensmittelverschwendung?

Deutschlandweit ist die größte Plattform gegen Lebensmittelverschwendung foodsharing. Das ist eine Initiative, die es sich zum Ziel gesetzt hat, seit 2012 Lebensmittel von Lebensmittelbetrieben aller Art zu retten und das Bewusstsein für das Thema zu stärken.
Etwa 42.000 foodsaver retten bereits regelmäßig bei Bioläden, Bäckereien, Getränkehändlern, Restaurants, Kantinen, Markständen, Händlern, Supermärkten und vielen anderen Betrieben. Insgesamt wurden so bis zum Herbst 2018 nach Angaben von foodsharing über 17 Millionen Kg Lebensmittel vor der Vernichtung bewahrt. Ihr wollt mitrettern? Findet eure lokale Gruppe und schaut euch in Ruhe das foodsharing-Wiki an, dann besteht ihr auch das Foodsharing-Quiz 🙂

Und was wir sonst noch tun können? Lebensmittel kaufen, auch wenn sie kurz vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum stehen, Obst und Gemüse auch dann noch mitnehmen, wenn es nicht mehr makellos, aber immer noch lecker ist. Bei Betrieben einkaufen, die den foodsharing-Sticker haben und keine Lebensmittel mehr wegwerfen. In der Lieblingsbäckerei fragen, was sie mit dem alten Brot machen: das wird oft noch an Tiere verfüttert und teilweise auch zur Energiegewinnung verbrannt.
Falls ihr sie noch nicht kennt, schaut euch mal die Seite „Zu gut für die Tonne“ an, hier gibt es Tipps, wie ihr Lebensmittelverschwendung vermeiden könnt, eine Rezeptedatenbanken für kreative Kochideen mit Resten und auch eine App dazu.
Das Ganze gibt es mittlerweile auch für die Gastronomie, falls ihr die App „Too good to go“ mal ausprobieren wollt.

Wir freuen uns über eure Erfahrungsberichte an alternativen@aktion-agrar.de


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