11. Mai 2016 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
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Preisverleihung „Goldener Aasgeier 2016“ an ALDI

Als Reaktion auf die jüngsten Milchpreissenkungen verleihen wir dem Discounter ALDI gemeinsam mit dem globalisierungskritischen Netzwerk Attac den Negativpreis Goldener Aasgeier 2016. Verbraucher*innen haben kein Interesse daran, dass mit jedem Hof ein Stück Dorfkultur stirbt. Das kann sich die Gesellschaft ebenso wenig leisten wie die Auswirkungen der Krise auf das Wohl der Tiere und das Klima. ALDI bietet seit letzter Woche einen Liter Milch für unglaubliche 46 Cent an. Auch Butter, Sahne und weitere Milchprodukte sind nochmal günstiger geworden.

Wir finden es beschämend, dass ALDI jetzt noch aus der verzweifelten Lage vieler Bäuerinnen und Bauern Profite schlagen will und werden den Discounter an so vielen Orten wie möglich damit konfrontieren. Bist Du dabei? Wir suchen Gruppen, die in ihrer Stadt der örtlichen ALDI-Filiale den Goldenen Aasgeier überreichen. Bring ein paar Menschen zusammen und lade die lokale Presse dazu ein! Wir schicken Dir das Aktionspaket mit Aasgeier, Flyern, Aufklebern und Unterschriftenlisten zu. Schreib einfach eine Email an info@aktion-agrar.de.

Aktionsmaterial zu Ansicht:

Aasgeier-Trophäe
Milchflyer
Aufkleber
Unterschriftenliste
Aktionsleitfaden
Minibanner

In Duisburg, Göttingen, Frankfurt und Berlin werden in den kommenden Wochen „kleine“ Preisverleihungen stattfinden.

Die Milchpreise sind im Keller und die Bäuerinnen und Bauern zahlen drauf – 2015 schlossen täglich acht Milchviehbetriebe für immer ihre Stalltüren. Aus vielen Millionen Tonnen Milch wird Milchpulver hergestellt, das exportiert wird – und in manchen Weltregionen den dortigen Milchviehhalter*innen jede Chance nimmt, ihren Markt zu erhalten oder weiter zu entwickeln. Wir fordern eine bedarfsgerechte Produktion, Weidegang für die Tiere und faire Preise für die Bäuerinnen und Bauern.

8. April 2016 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
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Aktion in Schwerin – Leere Stiefel stehen für leere Höfe

Die frühen Sonnenstrahlen vor dem Agrarministerium in Schwerin erhellten heute morgen hunderte leere Gummistiefel – symbolisch für die tausenden Betriebe, sie seit Beginn der Milchkrise im Frühjahr 2015 ihre Toren schließen mussten. Wir waren gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft vor Ort, um bereits eine Woche vor der Agrarministerkonferenz deutlich zu machen: die deutsche Agrarpolitik muss sich verändern, sonst werden im laufenden Jahr 2016 noch mehr Betriebe aufgeben.

In der darauf folgenden Pressekonferenz würde erläutert: Mit jedem Liter Milch machen die Milchbetriebe zur Zeit Verlust. Ursache der Tiefstpreise sind Überschüsse. Die Exportträume von Politik, Molkereien und Bauernverband sind geplatzt. Auch in der Krise wird nicht weniger Milch erzeugt, sondern noch mehr, weil viele Betriebe jeweils für sich den Einkommensrückgang über mehr Menge auszugleichen versuchten.
Die Folgen von Dumpingexporten sind weltweit dramatisch für Bäuerinnen und Bauern und für die ländliche Entwicklung. Deshalb fordern wir den Abschied von der Export-Illusion: Wir brauchen eine bedarfsgerechte Milchproduktion statt Billigpulver für den Weltmarkt. Milchpulver wird als anonymes Massenprodukt auf die Märkte anderer Länder gepumpt und zerstört auch dort die bäuerliche Landwirtschaft. Die Bundesregierung muss sich auf der EU-Ebene für einen Kurswechsel weg von der Exportorientierung einsetzen. Weder der Export noch die Produktion von Milchpulver darf durch Subventionen gestützt werden.

Unterzeichne jetzt unseren Appell „Kühe und Bauern nicht verpulvern!“

Fotos der Aktion findest Du auf flickr


Bild: Aktion Agrar /cc

2. Dezember 2015 Kommentare sind deaktiviert Jutta Sundermann
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Über 2000 Unterschriften bei Aktion „Weit gereist für die Tonne“

Wel­che dra­ma­ti­schen Fol­gen hat die Ver­schwen­dung für die Men­schen in den ärms­ten Län­dern der Welt? Wie zynisch es ist, wenn Kakao ein­mal um die Welt reist, um wegen eines klit­ze­klei­nen Schön­heits­feh­lers in der Tonne zu lan­den — oder schlicht weil die Ver­kaufs­sai­son für Schoko-Nikoläuse vor­bei ist?
Dar­auf hat unsere Kam­pa­gne unter dem Thema „Weit gereist für die Tonne“ zwischen dem 30.11. und 6.12. auf­merk­sam gemacht. In mehr als 20 Städten haben Aktionsgruppen über 2 000 Unterschriften auf Weihnachtsmannpostkaren gesammelt!

Morgen, Don­ners­tag den 17.12, über­reichen wir die Weih­nachts­mann­kar­ten an Elvira Drobinski-Weiß von der SPD, an Nicole Maisch von den Grü­nen, Kirs­ten Tack­mann von der Links­par­tei und Prof. H. Hirsch von der CDU/CSU-Fraktion.

Wer noch nicht mitgemacht hat, kann hier unterzeichnen bei der Kampagne „Leere Tonne“: https://www.aktion-agrar.de/wegwerfstopp/

Die Aktionen werden finanziell unterstützt vom BMZ und vom Katholischen Fonds.

18. Oktober 2015 Kommentare sind deaktiviert Jutta Sundermann
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Bankett der Verschwendung

Am Welternährungstag staunten Fußgänger*innen im Regierungsviertel nicht schlecht: Ein riesiger Tisch voll köstlicher Lebensmittel stand vor dem Bundestag. Nach und nach kamen Bundestagsabgeordnete aus allen Fraktionen und erhielten ein Mitnehmpaket mit Obst, Gemüse, Backwaren und mehr. Sämtliche Lebensmittel wären am Vortag von Berliner Märkten weggeworfen worden, hätten Essensretter*innen sie nicht abgeholt.

Vorbereitet hatten die Aktion die beiden Kampgnen „Leere Tonne“ und „Kein Essen für den Eimer“ im Bündnis. Aktion Agrar organisierte die Dekoration, malte die über 8 Meter breiten Banner und konnte rechtzeitig zur Aktion neue Aufkleber aus der Kampagnen-Serie verteilen. Wir sammeln weiter Unterschriften – denn wir sind überzeugt, dass wir noch viele Menschen mehr für unsere Forderungen gewinnen können.

Bei der Aktion zeigte sich einmal mehr, wie verschieden die Ansätze der Arbeit gegen die Verschwendung sind. Während vor allem die CDU/CSU-Vertretenden auf der Freiwilligkeit des Handels beharrten, stimmten Abgeordnete von SPD, Grünen und Linken der Kritik zu, dass zum Beispiel die Supermärkte nur sehr begrenzt „freiwillig“ ihr Werbe-, Einkaufs- und Wegwerf-Verhalten ändern. Um zu einer echten Wertschätzung von Lebensmitteln zu kommen, braucht es eine Agrarwende, faire Preise und eine Abkehr vom „immer mehr“ und „immer billiger“.

Mehr Infos unter: www.leeretonne.de
Mehr tolle Fotos von der Aktion: In unserem Fotoalbum


Bild: Jakob Huber / Aktion Agrar (CC)

14. Oktober 2015 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
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Billig-Exporte zerstören Höfe weltweit

Trotz des Protests zahlreicher Milchbauern und -bäuerinnen lädt Bundesagrarminister Christian Schmidt diesen Mittwoch zum Exportgipfel ein. Um 12.00 Uhr haben deshalb Vertreter mehrerer Organisationen eine Protestnote überreicht. Auf einen großen Traktor war eine riesige Weltkugel (Durchmesser 3 Meter) befestigt.

Die Aktiven kritisieren die Neigung des Ministers Schmidt, auf immer weitere Exportsteigerungen zu setzen. Der Exportgipfel sei die falsche Antwort auf den dramatischen Preisverfall bei der Milch. Um Milchviehbetriebe in Deutschland zu retten, brauche es eine Qualitäts- statt einer weiteren Massen-Offensive. Entsprechend der Resultate der am gleichen Tag vorgestellten Studie zu Milchpulver-Exporten sei auch aus entwicklungspolitischer Sicht ein Kurswechsel dringend
geboten.

Hier geht es zu unserer Pressemitteilung…


Bild: © Abl / WHES

21. Juli 2015 Kommentare sind deaktiviert Jutta Sundermann
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Brotberg vor REWE-Zentrale

Gerne schreibt der zweitgrößte Lebensmittelhändler Deutschlands, die REWE-Gruppe, Nachhaltigkeit auf ihre Internetseiten. Doch daran zu glauben fällt schwer.
Am Montag, den 20. Juli schütteten Aktivist*innen der Kampagne Leere Tonne körbe- und säckeweise Brote, Brötchen und Kuchen vor dem Sitz der REWE GmbH in Köln auf den Boden. Sie protestieren gegen Verträge und Kontrollgänge der Supermarktkette, mit denen REWE Bäcker in ihrem Vorkassenbereich zwingt, bis zum Ladenschluss die Verkaufsregale immer wieder voll zu machen.
Tausende Kilos wertvoller Backwaren landen dadurch zusätzlich im Müll, kritisieren die Aktiven. Bei Edeka sieht es leider nicht besser aus. Wer aufmerksam kurz vor Ladenschluss Bäckereien in Supermärkten besucht, kann fast immer sehen, wie viel dort noch liegt und zum Wegwerfen verurteilt ist.
Für die Kampagnengruppe sind das gute Gründe, noch stärker für den Wegwerfstopp einzutreten. Denn freiwillig ändern die Märkte nicht ihre Regeln, immer ist der Blick auf die Konkurrenz da und der Kampf um die Kundschaft.

In Köln sind die Foodsharing-Aktiven intensiv mit Backwaren befasst. Inzwischen verteilen sie monatlich 20.000 Kilo leckerer Brote und Brötchen an mehreren Verteilstellen an begeisterte Esser*innen. Nach ihren Schätzungen sind das jedoch noch weniger als 1 Prozent der Menge, die in der Domstadt monatlich weggeworfen wird.
Die Kampagne leere Tonne freut sich indes über wachsendes Interesse: Schon über 11.000 Menschen haben unterzeichnet, viele Gruppen weisen auf die Aktion hin und von der Aktion berichteten mehrere Fernsehsender, Radio und Tageszeitungen.

20. März 2015 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
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Bundeslandwirtschaftsminister zapft „Saubräu“

Die Agrarministerkonferenz aller landwirtschaftlichen Minister*innen in Deutschland führte Aktion Agrar gemeinsam mit Campact in die Kurstadt Bad Homburg. Wie bei politischen Konferenzen waren auch andere Nichtregierungsorganisationen und Verbände anwesend, darunter die Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft, der Bundesverband deutscher Milchviehhalter und der Hessische Bauernverband mit seinen Partnerorganisationen. (mehr …)

6. Januar 2015 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
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Eine Gülleflut mitten in Berlin

Eine Gülleflut mit Traktor und Heuballen – und das alles direkt vor dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in Berlin. Das war die erste Protestaktion von Aktion Agrar am 05. Januar.

Zunächst fand ein Pressegespräch statt, zu dem Aktion Agrar und das Aktionsbündnis Agrarwende Berlin-Brandenburg eingeladen hatten. Der Saal war voll, viele schrieben mit, als es um die Überdüngungs-Problematik und die scharfe Kritik an dem mutlosen Entwurf der Düngeverordnung ging. Danach trafen die Journalist*innen vor dem Landwirtschaftsministerium auf rund 20 Aktive, die vor einer „Tierfarbik“ auf sie warteten. Der Gestank von Gülle lag in der Luft.

In einer dramatischen halben Stunde flossen 50 Liter Gülle, durchsetzt mit Pillenattrappen, durch das Rohr aus der Tierfabrik. Die Putztruppe in Schutzanzügen musste sich anstrengen, die gefährliche Gülle in Schach zu halten. Das Spektakel wurde untermalt durch aufgeregtes Schweinegrunzen.

Fotos von der Aktion findest Du hier…

Pressebeiträge und Artikel findest Du hier…