8. Januar 2019 Kommentare sind deaktiviert Jasmin Breemann
Teilen:

Das neue Aktionsheft ist da!

Wir haben unsere Köpfe rauchen lassen, mit Bäuer*innen sowie Expert*innen geredet und uns durch Material gewühlt, damit du alsbald unser neues Aktionsheft begrüßen kannst. Da gab es zum Beispiel die Diskussionsveranstaltung zum Thema Pestizidreduktion am Beispiel Indien im November. Oder der angeregte Austausch mit innovativen Bauern, die uns ihre Art, Pestizide einzusparen erläuterten. Hast du zum Beispiel schon einmal etwas von der Blattsaftanalyse oder Komposttee gehört? Ebenfalls interessant sind die bewegten Geschichten aus verschiedenen Ecken der Welt – hier sieht man, was Einsatz möglich machen kann. Dich erwarten spannende Fakten und Hintergründe!

Wie immer verschicken wir die Büchlein, 20 Stück oder mehr, gerne an Verteiler*innen. Um zu den Ersten zu gehören, die stolz ein Heft in der Hand halten können, musst du nur hier das Formular ausfüllen und dann abwarten. Um die Wartezeit zu überbrücken steht dort auch eine digitale Version zur Ansicht bereit.

Für alle, die bei einer der ‚Wir haben es satt!‘ Demos aktiv sind und mit verteilen gibt es extra schnellen Versand – unsere fleißigen Flugschweine werden ihr Bestes geben alle zu beliefern. Spenden um die Versorgung besagter zu unterstützen sind wie immer willkommen.

Da du auf Papier ja nicht in den Genuss kommen kannst, hier unser im Rahmen der Diskussionsveranstaltung nahe Göttingen entstandenes Video zum Pestizidausstieg in Andhra Pradesh. So bleibst du im Thema und kannst frisch motiviert ins neue Jahr starten!

Apropos Andhra Pradesh: Du kannst dich auf einen Comic von uns freuen – erste Einblicke dazu gibt es ebenfalls im Aktionsheft. Es lohnt sich also zu bestellen, mitzumachen, zu verteilen und einfach dran zu bleiben!

Ich weiß, ich weiß, Spannung pur! Also, hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack. Weil du es bist. 😉

 

KimCom3erKomp1170x350p
27. Oktober 2018 Kommentare sind deaktiviert Karen Schewina
Teilen:

Supermarkt – Challenge: Ende

Hauptstraße Köln-Kalk

Hauptstraße Köln-Kalk

Eine ganze Woche bin ich unterwegs gewesen und habe mich am Einzelhandel hier in Köln-Kalk abgearbeitet. Das war lustig, manchmal verwirrend und mitunter auch ein bisschen anstrengend. Dass die Dinge meist nicht so laufen, wie man sich das vorher ausgedacht hat, ist Teil meines Berufs und einer der großen Reize des Journalismus.
Mein ursprünglicher Plan beinhaltete sieben Porträts von kleinen Geschäften und Verkaufsstellen, abseits der großen Supermärkte. Aber schon nach den ersten Anfragen strich ich die Anzahl auf vier zusammen und beschloss, nicht die Suche nach den Läden, sondern die Kommunikation mit ihren Inhabern (allesamt Männer, aber das ist eine andere Geschichte) und Mitarbeiter*innen in den Fokus zu nehmen. Die war mal schnell und problemlos, dann zäh und ergebnislos, mitunter musste ich mir das Vertrauen erarbeiten und einmal blieb das Verhältnis merkwürdig nebulös.
Alles in allem waren die Kontaktaufnahmen für mich persönlich mit einer überraschend hohen Hemmschwelle verbunden. Mit unbekannten Menschen zu sprechen, gehört ebenfalls zu meinem Beruf, aber irgendwie fiel es mir schwer, Notizbuch, Stift und Kamera zu packen und los zu ziehen. Vielleicht weil es mein eigenes Veedel ist und ich das erprobte Script beim Einkaufen, meine Comfort Zone als Kunde verlassen musste. Bei einem Interview, so kurz es auch sein mag, verlange ich nicht nur ein halbes Brot oder ein Pfund Bratwurst, sondern ich will ein Stück Privatheit, eine Geschichte, etwas persönliches, das weit über den regulären Einkauf hinaus geht.
Früher, vor dem Supermarkt, so vermute ich, war dieses Persönliche viel mehr, vielleicht sogar immer Teil des Verkaufsverhältnisses. Man kannte die Menschen vor und hinter der Theke, mitunter auch ihrer Sorgen und Nöte. Mit der Einführung der Selbstbedienung hat sich dieses Verhältnis dauerhaft verschoben. Zumindest im Supermarkt. Wir wollen gar keine persönliche Ansprache, wir wollen ein standardisiertes Produkt, möglichst das einer uns bekannten Marke. Und wir wollen möglichst schnell wieder draußen sein.
Immer wieder begegnete mir Misstrauen. Was will der von mir? Kostet das Geld? In einem Fall wurde ich sogar gefragt, ob ich mit dieser Aktion Geld verdiene. (Ja, tue ich. Ich bekomme für diese Beiträge ein kleines Honorar von der Initiatorin der Challenge.) Klar ist, der Bäcker, der Fleischer, der Röster und der Fischhändler gehen ihre Risiken selbst ein. Hinter ihnen steht keine geölte Marketingmaschine, die Fehler im Zweifelsfall ausbügelt oder abfedern kann. Er sei ernüchtert, so sagte mir einer meiner Gesprächspartner. Ich bin kein Lebensmittelhandwerker und kann das nur aus einer journalistischen Perspektive einschätzen. Aber ich glaube an gesellschaftliche Veränderung, und ich glaube daran, dass wir mit Spaß eine Menge erreichen können. Mit Lust, nicht mit Angst oder schlechtem Gewissen.
Also geht es mir nicht so sehr um die Kritik an den großen Konzernen, es geht mir um das, was jede*r, jeden Tag für sich selbst entscheiden kann.

Daher: Es gibt ihn noch, den geilen Scheiß. Geht hin, damit er nicht kaputt geht!

22. Juni 2017 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
Teilen:

Megafusionen stoppen – Konzernmacht begrenzen!

Bayer meldet seine Übernahme des Gentechnik-Konzerns Monsanto zur Prüfung bei der EU an – gerade wenn die Parlamente in die Sommerpause gehen. Jetzt liegt es an uns, die Bundesregierung wachzurütteln.

10. Januar 2017 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
Teilen:

Das Aktionsheft für die Agrarwende ist da!

Bestelle jetzt unser „Aktionsheft für die Agrarwende“, voll mit Hintergrundinfos, Infografiken, Aktionsideen, Saatgut-Tipps und Aufklebern – und bring‘ es mit uns auf der „Wir haben es satt – Demo“ unter die Leute!

15. Dezember 2016 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
Teilen:

Wir haben Agrarindustrie satt! Demo am 21. Januar 2017

Am 21. Januar demonstrieren wir – Bäuerinnen und Bauern, Lebensmittelhandwerker*innen und kritische Konsument*innen – zum siebten Mal gemeinsam für gesundes Essen, eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft und fairen Handel. Im Jahr der Bundestagswahl wollen wir die Agrar- und Ernährungswende zum zentralen politischen Thema machen. Bist du dabei?

Gemeinsam für gesundes Essen, bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft und fairen Handel

Die bäuerliche Landwirtschaft und das regionale Lebensmittelhandwerk sind in Gefahr. Denn Agrarkonzerne und die Bundesregierung treiben die Industrialisierung der Land- und Lebensmittelwirtschaft voran. Die Folgen: Das weltweite Höfesterben schreitet rasant voran, die handwerkliche Lebensmittelherstellung wird verdrängt, hunderte Millionen Menschen leiden an Hunger oder Mangelernährung, die Artenvielfalt schwindet und die Klimakrise verschärft sich.

Wir wollen Bauernhöfe statt Agrarindustrie! Statt Bäuerinnen und Bauern weltweit durch Landnahme den Boden unter den Füßen wegzuziehen, müssen Arbeit und Perspektiven in den ländlichen Regionen geschaffen werden. Im Wahljahr 2017 wird entschieden: Weiterhin Steuermilliarden für Agrar- und Chemieindustrie, Großgrundbesitz und Tierfabriken? Oder werden die regionale Landwirtschaft und das Lebensmittelhandwerk sowie Tier- und Umweltschutz gefördert? Wir wollen eine sozial gerechte Agrarpolitik! Kleinere und mittlere Höfe müssen überleben können. Dafür brauchen wir eine Agrarwende hin zu einer bäuerlichen und ökologischeren Landwirtschaft!

Wir wollen gesundes Essen! Aber Pestizide wie Glyphosat belasten unsere Lebensmittel, Mega-Mastanlagen quälen Nutztiere und übermäßiger Gülleeinsatz verschmutzt unser Wasser. Chemieriesen versuchen neuartige Gentechniken durch die Hintertür auf die Äcker und Teller der Welt zu bringen. An diesem System verdient vor allem die Agrarindustrie – auf Kosten von Bäuerinnen und Bauern. Schluss damit: Wir brauchen verbindliche Regeln für eine Land- und Ernährungswirtschaft, die Mensch, Tier, Umwelt und Klima schützt!

Wir wollen Demokratie statt Konzernmacht! Freihandelsabkommen wie CETA, TTIP und EPAs mit afrikanischen Staaten werden die Märkte weiter liberalisieren und zu noch mehr Exportabhängigkeit führen. Bäuerinnen und Bauern müssen zunehmend für den Weltmarkt produzieren, zu noch miserableren Erzeugerpreisen. Das führt zu Dumping-Exporten und zu höherer Marktkonzentration. Megakonzerne wie Bayer-Monsanto üben immer mehr Macht über unser Essen aus – vom Saatgut bis in den Supermarkt. Verantwortlich auch hier: die Agrarpolitik in Berlin und Brüssel.

Wir Bäuerinnen und Bauern, LebensmittelhandwerkerInnen, ImkerInnen, BäckerInnen, GärtnerInnen, Tier-, Umwelt- und NaturschützerInnen, Aktive der Entwicklungszusammenarbeit, kritische VerbraucherInnen und engagierte Jugendliche fordern auf der 7. „Wir haben es satt!“-Demonstration eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft.

Wir brauchen gesundes Essen für alle! Wir lassen die Ernährungs- und Agrarwende Tag für Tag Wirklichkeit werden und machen sie zum zentralen politischen Thema im Wahljahr. Die Politik muss sich jetzt ändern, damit Konzerne nicht länger über unser Essen bestimmen

Los geht’s am 21. Januar um 12 Uhr am Potsdammer Platz in Berlin! 

 

 

24. Oktober 2016 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
Teilen:

Aktionsgruppen

Trete bei und bekomme alle last-minute Info’s zu unseren Aktionen

18. Juli 2016 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
Teilen:

23. Juli: Tanz ums Land – Landbesetzung

Samstag 23.07.2016 bei Eberswalde
Junglandwirt*innen tanzen für eine zukunftsfähige Landvergabepolitik

Anlass für die Aktion ist die Insolvenz von KTG-Agrar. Der Konzern bewirtschaftet 45.000ha und hat in den letzten Jahren mehr als 100Mio. EU-Direktzahlungen verschlungen. Durch investorenfreundliche, staatliche Landverkäufe ist eine Finanzblase entstanden, die bäuerliche Existenzen sowie das Geld zahlreicher Privatanleger vernichtet hat; unsere Region wurde in eine vermaiste Monokultur verwandelt. Das Bündnis Junge Landwirtschaft fordert daher: Die 45.000ha an kleinbäuerliche Betriebe umzuverteilen und einen sofortigen Stopp weiterer Landverkäufe aus staatlicher Hand! Wir wollen einen ländlichen Raum, der nachhaltig durch Menschen aus der Region gestaltet wird! Wir wollen die Agrarwende – JETZT!
>Mehr Infos: www.agrarwen.de

 

Informationen rund um den Konzern KTG Agrar und seine Insolvenz liefert unser Factsheet „Nachgeha(r)kt“

Mehr zu Anreise und Programm gibt es hier…

 

8. Juli 2016 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
Teilen:

14. Juli: Berlins Erster Agrarslam – Linsen und Grinsen

Gute Ernährung mal außergewöhnlich: Melodien so sorgfältig komponiert wie das Gemüse in deiner Suppe. Texte so bissig und scharf wie eine reife Chili. Humor, der dich zum Weinen bringt wie eine frische Zwiebel. Kleine künstlerische Interventionen bearbeiten beim ersten Berliner Agrar-Slam „Linsen und Grinsen“ die großen Fragen unseres Ernährungssystems und servieren dir die wilde und kreative Seite von Acker und Teller. In verschiedensten Formaten – ob musikalisch, poetisch, satirisch oder theatral – werden die Themen Essen und Landwirtschaft auf der Bühne lebendig.

Denn Essen ist viel mehr als Nudeln mit Pesto: es geht um Geschmack und Identität, um globale Beziehungen von Nord zu Süd und regionale Kreisläufe zwischen Stadt und Land. Es geht um Selbstbestimmung, um Lebensunterhalte und natürliche Vielfalt. All das und noch viel mehr wird dir an einem bunten, lauen Sommerabend im Prinzessinnengarten von verschiedenen Künstler*innen aufgetischt.
Komm vorbei und lass dich köstlich amüsieren!

Wann: Donnerstag, den 14. Juli 2016 von 19-21.30 Uhr
Wo: Prinzessinnengarten, Prinzenstraße 35-38, Berlin-Kreuzberg
Anfahrt: U8 Moritzplatz

5. April 2016 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
Teilen:

Freitag 08. April: Leere Gummistiefel mahnen Höfesterben

Diesen Freitag stehen hunderte von leeren Gummistiefeln vor dem Landwirtschaftsministerium in Schwerin. Sie erinnern an die 3 200 geschlossenen Höfe im Jahr 2015 und mahnen, welch enormer Verlust an Dorfkultur und bäuerlicher Landwirtschaft bereits zu beklagen ist.

Die Entwicklungen auf vielen Höfen in Deutschland sind dramatisch. Die Erzeugerpreise für Milch und Schweinefleisch decken bei weitem nicht die Kosten. Bäuerinnen und Bauern können ihre Rechnungen für Futter, Saatgut und Pachten nicht mehr bezahlen – es drohen ein Strukturbruch in der Landwirtschaft und eine lange ungekannte Wertevernichtung in den ländlichen Gemeinden.
Alle müssen ihre Verantwortung wahrnehmen: Die Bauern, die Molkereien, die Lebensmittelketten und die nicht zuletzt die Politik, die sich von der ignoranten Krisenmoderationsrolle und der Exportfixierung verabschieden und Rahmenbedingungen neu setzen muss. Ein Weiter-so ist keine Alternative, aktives Handeln für eine gesellschaftlich akzeptierte Landwirtschaft ist gefragt.

Gemseinsam mit globalisierungskritischen Netzwerk Attac und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) laden wir zu dieser Aktion mit anschließender Pressekonferenz ein. Los geht’s um 8.45 Uhr am Paulshöher Weg 1 in Schwerin.

Danach findet die Pressekonferenz von 10.00 – 11.00 Uhr im Raum der Landespressekonferenz in Schwerin, Schloss Südeingang statt.
Thema: Höfesterben und Wertevernichtung stoppen – jetzt handeln.
Auf dem Podium:
Martin Schulz, NEULAND-Bauer und AbL-Bundesvorsitzender
Ottmar Ilchmann, Milchbauer und stellvertretender AbL-Bundesvorsitzender
Franz-Joachim Bienstein, Ackerbauer, AbL-Landesvors. Mecklenburg-Vorpommern
Jutta Sundermann, Aktion Agrar / Attac, Kampagne „Kühe und Bauern nicht verpulvern“

 

7. Januar 2016 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
Teilen:

16. Januar: Wir-haben-es-satt Demo 2016

Die Agrarpolitik steht am Scheideweg: Wird unser Essen zukünftig noch von Bäuerinnen und Bauern für den Bedarf einer Region erzeugt oder von Konzernen, die für den Weltmarkt produzieren?

Gemeinsam rufen wir, Bäuerinnen und Bauern, Verarbeiterinnen und Verarbeiter, Verbraucherinnen und Verbraucher, dazu auf, am 16. Januar 2016 in Berlin ein starkes Zeichen zu setzen. Wir sind Menschen vom Land und aus der Stadt, aus Nord und Süd. Wir haben Agrarindustrie satt – wir wollen eine gesellschaftlich akzeptierte bäuerliche und ökologischere Landwirtschaft.

Ökologisch und gesunde Lebensmittel sollen für den vorwiegend regionalen Markt von Bäuerinnen und Bauern erzeugt und vom Lebensmittelhandwerk weiterverarbeitet werden – zu fairen Preisen und Marktbedingungen in Europa und weltweit. Wir stehen für Ernährungssouveränität und einen internationalen Agrarhandel, der sich an den Interessen der Menschen und nicht der Konzerne orientiert. Wir wollen ein Landwirtschafts- und Ernährungssystem, das niemanden zur Landflucht zwingt. Wir setzen auf bewährte Alternativen, bei denen Menschen, Tiere und Umwelt geachtet werden und Bauernhöfe eine Zukunft haben. Wir wertschätzen die Erzeugung guter Lebensmittel und artgerechte Tierhaltung durch Bäuerinnen und Bauern. Wir lassen nicht zu, dass sie verunglimpft werden. Sie dürfen nicht für die Ziele der Agrarindustrie vereinnahmt werden!

Siehst Du das auch so? Dann geh am 16.01. auf die Straßen der Hauptstadt und streite gemeinsam mit uns für die Agrarwende! Los geht’s um 12 Uhr am Potsdamer Platz, Berlin.

Mehr Informationen, Material oder auch Mitfahrbörsen findest Du auf der Homepage des Wir-haben-es-satt Bündnisses