18. März 2020 Kommentare sind deaktiviert Michael Krack
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Gastbeitrag zur Tierhaltung

Wir freuen uns, einen Gastbeitrag von Robert Brungerts über die Nutztierrassen-Vielfalt und das Hühner-Hof Projekt. Denn nicht nur die Kulturpflanzenvielfalt schwindet rasant, auch bei den Nutztierrassen geht die Vielfalt drastisch zurück. Viel Spaß beim Lesen!

13. März 2020 Kommentare sind deaktiviert Michael Krack
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Zur Aussaat bereit!

Unsere Mitmachaktion “Ernten um zu säen” ist in vollem Gange! Die ersten Anbauinfos für Tomaten und Zuckererbse sind raus und können ab sofort auch hier nachgeschaut werden.

8. März 2020 Kommentare sind deaktiviert Leonie Steinherr
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Frauen* in der Landwirtschaft

Am 8. März feiern wir den Internationalen Frauen*tag. Grund für uns, die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Frauen in der Landwirtschaft näher unter die Lupe zu nehmen. Schon mal vorweg: von Gleichberechtigung kann weder hier in Deutschland, noch in vielen anderen Teilen der Welt die Rede sein.

In Deutschland arbeiten über 340.000 Frauen* auf landwirtschaftlichen Betrieben. Viele der Frauen haben eine Ausbildung im landwirtschaftlichen Bereich absolviert oder verfügen über ein abgeschlossenes Studium. Zwar haben Frauen* und Männer an Bildungseinrichtungen vermeintlich gleiche Chancen, trotzdem finden sich in Deutschland nur 10% Frauen* in betrieblichen Führungspositionen. Auch EU-weit liegt der Durchschnittswert lediglich bei 28%. Ca. 40% der Landfrauen* arbeiten ohne Arbeitsvertrag, zum Beispiel, wenn sie in den Betrieb eingeheiratet haben. Damit zahlen sie weder in die Sozial- noch in die Rentenversicherung ein.

In Krisenländern sind Frauen* und Mädchen stärker als Männer von Armut, Hunger und Krankheit betroffen. Mütter leiden am meisten unter Nahrungsmangel und schlechter medizinischer Versorgung. Der Weltagrarbericht hat deutlich gemacht, dass Gleichberechtigung von Frauen* und Männern in der Landwirtschaft ein effektives Mittel im Kampf gegen den Hunger ist. Frauen* produzieren in den Ländern des globalen Südens bis zu 80% der Lebensmittel. Sie müssen sich dabei häufig in traditionelle Rollenbilder fügen: Während Männer eher mit dem Anbau von Cash-Crops Einkommen generieren, übernehmen Frauen* Arbeiten, mit denen sie kein Geld verdienen und finanziell abhängig bleiben. Sie übernehmen essentielle Aufgaben, wie den Anbau von vielen verschiedenen Kulturen, die Sorge um die Saatgutgewinnung und -aufbewahrung und die Weitergabe von Wissen um Heilpflanzen. Eigenes Land besitzen sie dabei nur selten. Entweder weil Frauen* der Besitz von Land rechtlich verboten ist, oder eine patriarchale Erbfolge ihnen diesen verweigert. Der gleichberechtigte Zugang von Frauen* zu Land könnte die Produktivität der kleinbäuerlichen Landwirtschaft um 20 bis 30 % steigern. Doch die Möglichkeit von Frauen ihre Gemeinschaft und Familie mit gesunden und vielfältigen Nahrungsmittel zu versorgen, fordert noch mehr. Frauen* müssen gleichen Zugang zu Bildung und Ressourcen erhalten. Sie müssen selbstständig ein Konto eröffnen dürfen und nicht zuletzt über ein Grundrecht auf körperliche Selbstbestimmung verfügen, also auch ob und in welchem Alter sie heiraten und Kinder zur Welt bringen möchten.

Viele Frauen* bauen vielfältige Lebensmittel an, ihnen fehlt allerdings viel zu oft das Mitspracherecht in der Agrarpolitik oder bei Entscheidungen auf Betrieben. Lasst uns heute gemeinsam für die Rechte der Frauen* weltweit auf die Straße gehen! Für einen besseren Zugang zu Land, Wissen, Ressourcen und mehr Mitbestimmung für alle Gender und Geschlechter!

 

 

Wir-haben-es-satt twittert zum Frauentag unter #MackervomAcker

 

26. Februar 2020 Kommentare sind deaktiviert Michael Krack
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Dieses Saatgut gehört euch allen

Unsere dritte Vorstellung aus der Welt der Saatgutinitiativen: OpenSourceSeeds. Mit der Lizenz für freies Saatgut!

11. Februar 2020 Kommentare sind deaktiviert Michael Krack
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Start unserer Saatgut-Mitmachaktion!

Nach dem Motto „Ernten um zu säen!“ könnt ihr euch ab sofort zu unserer Mitmachaktion anmelden. Wir versenden an die Teilnehmenden samenfestes Saatgut verschiedener Sorten und begleiten euch mit Infos von der Aussaat bis zur Saatguternte. Mach mit: Vielfalt praktisch erhalten!

20. Januar 2020 Kommentare sind deaktiviert Michael Krack
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Wir haben es satt! – Unser Bericht

Auf zur Agrarwende! Auf nach Berlin und auf die Straße!

Bunt und kreativ waren wir mit 27.000 Menschen – Landwirt*innen und Imker*innen, Verbraucher*innen und Umweltschützer*innen – gemeinsam demonstrieren!

Unseren Bericht könnt ihr hier lesen.

13. Dezember 2019 Kommentare sind deaktiviert Michael Krack
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Die Wächter des Mais

Die zweite Initiative unserer Vorstellungsreihe „Aus der Welt der Saatgutinitiativen“ – das Projekt Regmaíz aus Mexiko!

14. November 2019 Kommentare sind deaktiviert Michael Krack
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Crowdfunding für Aktionsheft 2020 gestartet

Mit dem Aktionsheft für die Agrarwende wollen wir auch im Jahr 2020 tausende Menschen erreichen. Helft mit, gemeinsam die Kosten zu decken!

29. Oktober 2019 Kommentare sind deaktiviert Michael Krack
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Mit der GAP-Reform in die Mitte der Gesellschaft

Keine Pauken und Trompeten für die EU-Agrarpolitik

Mehr als 1000 Menschen aus 15 europäischen Ländern haben anlässlich der aktuell debattierten Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU vor dem Europäischen Parlament in Straßburg mit Kochlöffeln und Töpfen für gute Lebensmittel und die Zukunft der bäuerlichen Landwirtschaft Alarm geschlagen. Mit Traktoren angereiste Bäuer*innen aus Deutschland und Frankreich, in Rauchschwaden gehüllte Imker*innen, Bäcker*innen und große und kleine Lebensmittel- und Umweltschutzengagierte haben zusammen eine starke Botschaft vermittelt: Wir kämpfen in breiten Bündnissen und gemeinsam für eine zukunftsfähige Agrarkultur!

Die Forderungen sind klar: Die Agrarwende muss endlich angepackt werden, bäuerliche Höfe müssen mit den verfügbaren Mitteln unterstützt und für ihr Engagement für mehr Tier-, Umwelt- und Klimaschutz wertschätzend entlohnt werden.

Die Stimmung war großartig, denn Bäuerinnen und Bauern liefen Schulter an Schulter mit der Zivilgesellschaft zum EU-Parlament, um dort den Abgeordneten mit einem bunten und lautstarken Protest ihre Forderungen zu verkünden. Die Redner*innen machten mit klaren Worten auf die Verbindungen von Landwirtschaft mit den Themen Biodiversität und Insektensterben, Tierwohl, Klima- und Naturschutz und die Folgen von Freihandelsabkommen für Bäuer*innen weltweit aufmerksam. Untermalt wurde die Versammlung von einer gemeinsamen symbolischen Choreographie, bei der das Aussterben von Bauernhöfen und Insekten durch eine engagierte und ambitionierte Agrarpolitik gestoppt wurde. Wir hoffen, dass diese Vorstellung Wirklichkeit wird!

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Von Straßburg in die Mitte der Gesellschaft

Das Miteinander der Menschen vor Ort ist eine Bestärkung für das Gefühl, dass die Landwirtschaft wieder in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist und neben den Produktionsweisen auch die Rahmenbedingungen für die Landwirt*innen immer häufiger diskutiert werden. Nachhaltige Landwirtschaft heißt Ernährungssouveränität mit regionalen und bäuerlichen Strukturen – nicht Weltmarktorientierung und übermächtige Agrarkonzerne.

Die Demo wurde initiiert von dem französischen Bündnis “Pour un autre PAC” (“Für eine andere GAP”) und dem Wir-haben-es-satt-Bündnis, zu dem auch Aktion Agrar gehört. Eingebettet war sie in den Aktionsmonat von #GoodFoodGoodFarming, zu dem in 22 europäischen Ländern über 190 Veranstaltungen stattgefunden haben und auf Postkarten Botschaften aus der Zivilbevölkerung an die EU-Abgeordneten gesammelt wurden. Diese haben wir an mehrere Abgeordnete des Europäischen Parlaments übergeben.

Wie funktioniert die EU-Agrarpolitik?

Zeitgleich waren in Deutschland vielerorts tausende Bäuerinnen und Bauern gegen das neue Agrarpaket auf der Straße und machten Schlagzeilen. Sie protestierten zum einen gegen verstärkte Regulierungen durch Düngeverordnung, Insektenschutz- und Klimaschutzmaßnahmen. Zum anderen zeigen sie ihren Unmut darüber, dass die staatliche und gesellschaftliche Unterstützung bei der Umstellung auf nachhaltigere landwirtschaftliche Methoden für die Betriebe unzureichend ist.

Es wird befürchtet, dass das Agrarpaket das Höfesterben beschleunigt. Daneben machten sie auf den Widerspruch aufmerksam, dass Verbraucher*innenökologisch produzierte Lebensmitteln fordern und gleichzeitig zu günstigen Discount-Produkten greifen. Dahinter stehen Existenzängste, wie sie für Bäuerinnen und Bauern weltweit immer häufiger werden.

Welcher Weg führt aus der Krise und bringt die Akteure (wieder) zusammen?

Die Probleme sind aufgrund der Versäumnisse aus mehreren Jahrzehnten exportorientierter,  industriefreundlicher Agrarpolitik und ambitionsloser Klima- und Naturschutzpolitik vielfältig. Lösungen müssen auf mehreren Ebenen gefunden werden. Wichtig ist jedoch – und das zeigen die aktuellen Proteste ganz deutlich – Brücken zu schlagen zwischen den Erzeuger*innen und den Verbraucher*innen, zwischen den “Städter*innen” mit hohen ökologischen Qualitätsanforderungen und Landwirt*innen ohne ökonomische Perspektiven. Eine zukunftsfähige Landwirtschaftspolitik muss den Dialog suchen und nicht die Bäuerinnen und Bauern gegeneinander ausspielen. Dafür braucht es Foren und Austauschmöglichkeiten auf Augenhöhe und an vielen Orten. Jede und jeder kann mithelfen, dass sich die Bäuerinnen und Bauern in der entstandenen Bewegung mitgenommen fühlen.

Nehmt es selbst in die Hand und sorgt für ein Zusammenkommen: veranstaltet Veränderung!

Ein konkreter politischer Appell an Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner ist die Einberufung einer Landwirtschaftskommission, um “klare und lösungsorientierte Rahmenbedingungen” zu schaffen. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Brot für die Welt und Greenpeace fordern gemeinsam dazu auf, dass “Vertreterinnen und Vertreter aus der Landwirtschaft, von Seiten der Verbraucher, aus dem Umwelt-, Natur- und Tierschutz sowie aus der  Entwicklungspolitik, dem Einzelhandel, der Ernährungswirtschaft und den Ministerien” in den kommenden Monaten konkrete Maßnahmen entwickeln. Wir unterstützen diesen Aufruf. (Mehr dazu hier)


Wenn ihr selbst Veranstaltungen organisiert, Mitstreiter*innen sucht, von Veranstaltungen hört, die ihr gerne mit anderen Menschen teilen möchtet, Ideen oder Wünsche habt, was es jetzt zur Stärkung bäuerlicher Landwirtschaft braucht, dann schreibt uns eine Nachricht!

Fotos: Dorothee Parent/Pour une autre PAC; Michael Krack

26. September 2019 Kommentare sind deaktiviert Michael Krack
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Aktiv für klimagerechte Landwirtschaft

Wir sind Teil der Klimabewegung und haben am 20. September mit über 1,4 Millionen Menschen gemeinsam für unsere Zukunft demonstriert! Wir sind im Anschluss zum Camp von Free the Soil gefahren und haben dort über Alternativen zu synthetischen Düngemitteln informiert und diskutiert.

Im Bericht gibt es deshalb diesmal auch Spannendes über ökologisches Nährstoffmanagement zum lesen!