6. Juli 2015 Kommentare sind deaktiviert Jutta Sundermann
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Prinzessinnengärten für den Wegwerfstopp

Am ersten Freitag im Juli ist es glühend heiß in Berlin. Ganz gut aushalten lässt es sich aber in den Prinzessinnengärten in Kreuzberg, einem der bekanntesten Stadt-Garten-Projekte des Landes. Unter jungen Bäumen kommt die Runde unserer Kampagnen-Starter*innen zusammen: Aktive vom Lebensmittelretter-Netzwerk Foodsharing, von der Slow Food Jugend Deutschland und Aktion Agrar. Wir haben einen Einkaufswagen dabei, bunte Banner und 8.000 kleine Aufkleber mit 4 lustigen Motiven.

Am heutigen Tag soll die Kampagne „Leere Tonne – Wegwerfstopp für Supermäkte“ starten. Valentin Thurn, der mit seinem Film „Taste the Waste“ international Menschen wachrüttelte und das Foodsharing-Netzwerk mit initiierte, wird heute Abend bei einer Veranstaltung mit Musik und Diskussion auch unsere Kampagne vorstellen. Er wird davon erzählen, wie viel köstliche Kirschmarmelade aus den unverkäuflichen Steinfrüchten herzustellen ist, gerade weil die süßesten Früchte oft schon am Baum einreißen und sich damit in den Augen des Supermarkt-Einkaufs disqualifizieren. Von denen, die es in die Markt-Regale schaffen, werden aber erneut große Mengen weggeworfen, ohne dass sie jemand zur Kasse getragen hätte. Der Einkauf wird durch Werbestrategen zum eigenen Kampfplatz, oft tragen die Kaufenden mehr nach Hause, als sie brauchen können. So dass die letzte Wegwerfstation, der private Haushalt, auch einen großen Anteil am Essens-Müllberg hat.

Valentin erzählt aber auch von den Alternativen und der positiven Energie, mit der sie in Angriff genommen werden: Freiwillige des Foodsharing-Netzwerkes retten inzwischen tonnenweise Lebensmittel vor dem Wegwerfen. Und zumindest einige Kisten der geplatzten Brandenburger Kirschen sollen bei einem großen Essensretter-Brunch kollektiv zu Marmelade verarbeitet werden.

Trotzdem braucht es mehr als die Privatinitiativen. Denn die Verschwendung findet systematisch statt. Mit der in Deutschland jährlich weggeworfenen Menge von rund 18 Millionen Tonnen wäre eine LKW-Karawane vollends ausgelastet, die von Kapstadt bis nach Berlin reichen würde.
Das sind Zahlen und Bilder, die mich gruseln lassen. Eine echte Wertschätzung von Bäuerinnen und Bauern ist da ebenfalls systematisch ausgeschlossen. Es wird keine Agrarwende geben, wenn sich nicht auch hier etwas verändert. Deshalb wollen wir eine breite öffentliche Diskussion. Wir müssen auch die Gesetzgeber in die Pflicht nehmen und uns mit unserer Kritik an die Supermärkte wenden.

Nach Gruppenfoto und Kurzpräsentation der Kampagnen-Idee sprechen wir alle an, die sich im Prinzessinnengarten blicken lassen. Immer mehr Menschen sind zwischen den Beeten in Gemüsekisten und Palettenkonstruktionen unterwegs. An diesem heißen Sommerabend in Berlin fühlt es sich an, als wäre eine Veränderung möglich. Die Leute freuen sich über unsere Kampagnen-Maskottchen auf den Aufklebern und unterschreiben gerne den Appell. Etliche sagen sofort zu, auch bei einer Aktion mitmachen zu wollen und werden im Bekanntenkreis von der Kampagne Leere Tonne berichten.

1. Juli 2015 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
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Fördere uns!

Nur gemeinsam gelingt uns die Agrarwende

11. Juni 2015 Kommentare sind deaktiviert Michael Krack
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Straathof übergibt Firmenanteile an Treuhänder

Fast direkt nach dem Kampagnenstart „die dunkle Seite der Mast“ meldet der Schweinebaron den nächsten Schritt seines Unternehmens-Umbaus: Adrianus Straathof hat Firmenanteile auf den Treuhänder und Rechtsanwalt Christian Graf Brockdorff übertragen.
Die Maßnahme soll sein Schweine-Imperium dem Zugriff der Behörden entziehen, wenn es hart auf hart kommt. Letztlich dient der juristische Schachzug vor allem dem Anliegen, weiter Millionen von Schweinen verkaufen zu können. (mehr …)

1. Juni 2015 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
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Agrarwende am Kirchentag

Am kommenden Feiertagswochenende findet der 35. evangelische Kirchentag in Stuttgart statt und Aktion Agrar wird dabei sein.

Das alle zwei Jahre stattfindende Glaubensfest mit über 100 000 Besucher*innen ist eins der größten gesellschaftlichen Diskussionsforen in Deutschland. Dieses Jahr wird unter dem Motto „damit wir klug werden“ eingeladen, über eine gerechte Gestaltung einer globalisierten Welt, der Bewahrung der Schöpfung und der Würde des Menschen zu debattieren und einzumischen.Das fünftägige Programm umfasst rund 2.500 Veranstaltungen, darunter Konzerte, Workshops, Ausstellungen und Podiumsdiskussionen, auf denen hochrangige Vertreter*innen aus Politik und Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Kirche vertreten sind.

Auf dem Markt der Möglichkeiten – der Messe der Zivilgesellschaft, wird Aktion Agrar mit einem Erlebnisstand die Agrarwende zum Thema machen. Wir bieten einen Gesamteinblick in die Landwirtschaft von heute, mit ihren Problemen und Potentialen, bieten Mittmach-Ideen und Diskussionsstoff, und stellen unsere brandneue Kampagne vor. Das sollte sich niemand entgehen lassen! Du findest uns im Zentrum Mobilität, Energie und Ressourcen.

Also komm vorbei – vom 3. – 7. Juni. Diskutiere, feiere und sende ein Signal an das parallel stattfindende G7 Treffen, dass ein „weiter wie bisher“ keine Lösung ist! 

 

 

21. April 2015 Kommentare sind deaktiviert Jutta Sundermann
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Ein verbotener Umgang mit Tieren

Unübersichtlich verschachtelte Tochterfirmen, die sich gelegentlich gegenseitig übernehmen und das ganze Unternehmen extrem unübersichtlich machen? Ja, das kennen wir von großen Banken und Konzernen, die Gewinne an der Steuer vorbei rechnen oder verhindern wollen, dass ein starker Betriebsrat die Interessen der Beschäftigten zu nachdrücklich vertritt.
Aber rund um den Schweinestall? (mehr …)

17. April 2015 Kommentare sind deaktiviert Karen Schewina
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Die Landwirtschaft der Zukunft!?

Wenn wir bei Freihandelsabkommen das Essen wie eine normale Ware behandeln, sind zukünftige Hungerkrisen vorprogrammiert,“ prophezeit der Regisseur Valentin Thurn, der zuletzt den Dokumentarfilm „Taste the Waste“ gedreht hat. In seinem neuen Film macht er sich Gedanken darüber, wie die 10 Milliarden Menschen, die voraussichtlich 2050 auf diesem Planeten leben werden, satt werden können. (mehr …)

2. April 2015 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
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TTIP – Jenseits des Chlorhuhns

In Deutschland und in den USA bringen die industrialisierten Agrarunternehmen und -konzerne viele Bauernhöfe um ihre Existenz, nehmen Tierleid und Umweltzerstörung in Kauf und werden nie müde, nach neuen Märkten zu suchen. Ihnen könnte das Transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP) sehr entgegen kommen.

Wenn das erstmal steht, wird es eng für die Agrarwende. Kleinere und regionale Betriebe werden es noch schwerer haben als bisher, auch noch gegen Megaställe und Getreideriesen aus Übersee anzukommen.

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31. März 2015 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
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10 x gegen TTIP

Das Transatlantische Handelsabkommen ist gerade in aller Munde. Die breite Kritik aus allen Teilen der Zivilgeschellschaft hat die Politiker leider noch nicht zum Umdenken gebracht. Sie versprechen Wachstum und Arbeitsplätze, dabei profitieren die größten Konzerne am meisten von dem Abkommen mit den USA, darunter auch die Agrarindustrie. Durch TTIP wird die billige Massenproduktion von Nahrungsmitteln noch weiter angefeuert, was kleine Betriebe und regionale Netzwerke massiv unter Druck setzt. Das geht auf Kosten von Umwelt, Tier und ländlicher Räume.

Durch TTIP gerät die Agrarwende in Gefahr! Aktion Agrar fordert deshalb eine Umkehr der Handelspoltik. Hilf mit!

10 Dinge, die Du tun kannst um TTIP zu stoppen:

  1. Informieren und nachfragen: Es gibt viele Gründe gegen das Handelsabkommen. Einen Überblick zu haben, hilft.
  2. Diskutiere mit Freund*innen und Kolleg*innen über TTIP
  3. Online gehen: Auf Facebook und Twitter wird heißt diskutiert und sich über TTIP ausgetauscht. Unter #GGGTTIP sammeln wir gute Gründer gegen TTIP. Andere beliebte Hashtags sind: #noTTIP, #STOPTTIP. Jeden Dienstag ist #ttiptuesday
  4. Abgeordnete bearbeiten: Schreibe ihnen emails, kontaktiere sie über Facebook oder Twitter oder konfrontiere sie auf Veranstaltungen
  5. Unterschreibe bei der selbstorganisierten europäischen Bürgeinitiative gegen TTIP und erzähle es weiter
  6. Kämpfe mit Aktion Agrar gegen Megaställe und Agrarkonzerne
  7. Unterstütze den kleinen Buchladen um die Ecke und den Hof bei Dir im Ort. Kaufe regional und saisonal.
  8. Besuche Veranstaltungen zum Thema TTIP (z.B. Am 14.04. in Berlin)
  9. Mache mit beim globalen Aktionstag gegen TTIP am 18. April
  10. Gehe zur TTIP Demo am 10. Oktober in Berlin (mehr Info’s dazu findest Du rechtzeitig auf unserer Seite oder dem Newsletter)

 

Also auf gegen TTIP und auf zur Agrarwende!

© Bild: Christian Mang/Campact / CC

26. März 2015 Kommentare sind deaktiviert Jutta Sundermann
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Wie Böcke sich zu Gärtnern machen

Dieser Beitrag ist unser erster zur Gemeinsamen Agrarpolitik der EU wird garantiert nicht der letzte sein. Im Agrar-Ausschuss in Brüssel wird gerade heiß diskutiert, wer das alles so kompliziert gemacht hat – und dabei fliegen einige Nebelkerzen. Das nervt.
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18. März 2015 Kommentare sind deaktiviert Jutta Sundermann
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Pappkameraden mit Ringelschwanz in Kiel

Wer Landtage baut, sollte eine schöne Treppe vor dem Haupteingang nicht vergessen. Denn so boten die breiten Stufen vor dem Kieler Landeshaus eine wunderbare Kulisse für unser Schweine-Spalier und über 35 Aktivist*innen. Sie waren gekommen, um dem schleswig-holsteinischen Agrarminister Robert Habeck einen goldenen Wasserhahn und 208.000 Unterschriften für eine konsequente Düngeverordnung zu überbringen. (mehr …)