7. März 2019 Kommentare sind deaktiviert Jutta Sundermann
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Pestizidausstieg in starken Bildern

Anlässlich des World Organic Forum im Haus der Bauern in Kirchberg/Jagst stellte Aktion Agrar am 7. März ein Comic vor, das die Entwicklung der Landwirtschaft in Andhra Pradesh in starken Farben nachzeichnet. Innerhalb von 10 Jahren will der Bundesstaat komplett auf den Pestizideinsatz verzichten, ein umfangreiches Schulungsprogramm hat begonnen.
„Wir sind davon überzeugt, dass das Beispiel aus Indien auch die hiesige Diskussion über eine ökologischere und bäuerliche Landwirtschaft voranbringen kann,“ sagte Lara Bökamp von Aktion Agrar, „Es passt sehr gut zu dem grandiosen Volksbegehren für den Artenschutz in Bayern und dem großen Interesse an neuen Perspektiven für die Landwirtschaft.“
Bei der Konferenz im Haus der Bauern berichten auch Vertreter aus Andhra Pradesh und dem indischen Himalaya-Staat Sikkim von den Entwicklungen in ihren Ländern.
Aktion Agrar möchte mit der motivierenden und detailreichen Bildergeschichte der Künstlerin Kim Tappert zum Fragen und Diskutieren einladen. Lara Bökamp: „Uns ist es sehr wichtig, weitgehende Alternativen bekannt zu machen. Uns geht es dabei auch darum, mit Bäuerinnen und Bauern zusammen für die Rahmenbedingungen zu streiten, die einen Umbau der Landwirtschaft ermöglichen.“

Präsentation Comic

Das Comic verschicken wir kostenfrei zum Weiterverteilen. Es entstand im Rahmen der Kampagne „Pestizide runter – Vielfalt rauf“. Ergänzend hat das Team von Aktion Agrar eine Studie erstellt, die die Entwicklung in Indien genauer beleuchtet. Die Autorin Pacari Ponton sagte dazu: „Wir bleiben gespannt, ob die Pläne in Andhra Pradesh vollständig realisiert werden können. Das Beispiel ist ermutigend und der Handlungsdruck nachvollziehbar: Neben Umweltbelangen spielten überwältigende Schulden der kleinen Höfe gegenüber den Konzernen eine wichtige Rolle und schwere gesundheitliche Folgen des Pestizideinsatzes.“

Unter www.aktion-agrar.de/comic/ ist das Comic zu bestellen.
Die Studie ist hier herunter zu laden.

2. März 2019 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
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Politisches Marktfrühstück im Neuen Frankfurter Garten

Frankfurts erstes politisches Marktfrühstück startete am Samstagmorgen im Frankfurter Garten. Mit Produkten aus der Region von den Fleckenbühlern, dem Dottenfelder Hof und der Imkerei Schiesser war der Frühstücksteil gesichert.
Das Team des neuen Frankfurter Gartens und die Veranstalter*innen hießen die Teilnehmenden willkommen, die aufgestellte Jurte war gut gefüllt.
Nach einem Grußwort von Umweltdezernentin Rosemarie Heilig erhielten die anwesenden Landwirt*innen das Wort. Für Margarethe Hinterlang vom Dottenfelder Hof kann eine Agrarwende nur dann gelingen, wenn sich auch die Europäische Agrarpolitik verändert und das Handwerk einen Aufschwung erlebt. Karsten Spehr von den Fleckenbühlern sieht sich als Betriebsleiter mit vielen Fragen konfrontiert, wenn es um neue Vermarktungswege ihrer Demeter-Produkte geht, da der Preisdruck enorm ist. Das macht sich auch in ihren Verhandlungen mit Schulen und Kantinen bemerkbar.
Biobäcker Georg Dürmuth wünscht sich, dass in den Rückmeldungen seiner Kund*innen Regionalität von Lebensmitteln stärker eine Rolle spielen würde. Dass Klimaveränderungen regionale Rohstoffbeschaffung nicht nur erschweren, sondern auch unmöglich machen können, war in den letzten beiden Jahren für Bäcker*innen ein großes Problem.
Mit den Auswirkungen des Klimawandels auf den Anbau ihrer Nahrungsmittel befassen sich seit diesem Jahr auch die Mitglieder der „Solawi42“ vom Birkenhof in Egelsbach. Bodenversiegelung im Rhein-Main-Gebiet und der Bau von Logistikzentren auf bestem Ackerboden sind weitere Entwicklungen, gegen die Solawistas, Frankfurter*innen und Bäuer*innen aus der Umgebung protestieren.
In dem Bodenbündnis für Frankfurt und Rhein-Main ist auch der Ernährungsrat aktiv, der sich als Plattform für alle Inititiaven sieht, die eine Ernährungsstrategie für ihre Stadt entwickeln wollen.

Statt einer großen Diskussion entwickelten sich viele kleine Gesprächsrunden bei Honigbrot und Heißgetränken. Und: es soll eine Fortsetzung geben! Mit einem Marktfrühstück im Juni und einem im Oktober soll der Austausch zu Ernährungspolitik in Frankfurt und Umgebung weitergehen.

28. Februar 2019 Kommentare sind deaktiviert Jasmin Breemann
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Den Spieß einfach umdrehen…

…will Bauer Willi, Landwirt und Blogger, mit seiner jüngsten Petition für den Artenschutz.
Er möchte darauf aufmerksam machen, dass „50 Prozent der Fläche“ nicht von Landwirten bestellt werden und auch dort dringender Handlungsbedarf besteht.
Ein Ziel hat er damit auf jeden Fall erreicht: Im Aktion Agrar Team haben wir sein Anliegen munter diskutiert.

Zum einen stimmen wir ihm zu: Definitiv springt zu kurz, wer ausschließlich mit dem Finger auf die Landwirtschaft zeigt, wenn es um die Zerstörung wertvoller Biotope, die Belastung der Gewässer oder die Irritation von Insekten durch Lichtverschmutzung geht. Der Flächenverbrauch für Straßen und Gebäude beispielsweise ist haarsträubend, unsere Gesellschaft lässt täglich in etwa die Fläche eines Durchschnittsbauernhofs, also rund 60 Hektar, für unbegrenzte Zeit unter Beton und Asphalt verschwinden.

Willis Vorschläge sind schon wegen ihrer launigen Kommentare lesenswert – die meisten würden wir politisch gerne mittragen.

Allerdings legt der Appell des provokanten Bloggers eine eigene Kurzsprung-Disziplin an den Tag, die am Ende Bienen, Schmetterlingen und Singvögeln auch wenig nutzt: Die immer weitergehende Ausräumung der Landschaft, die Überdüngung in den Tierhaltungsregionen und der pestizidintensive Ackerbau einer großen Mehrheit der Betriebe muss auch in Angriff genommen werden.

Gut gefällt uns hingegen sein Appell zur Zusammenarbeit: Denn die Rettung der Artenvielfalt ist definitiv nur zusammen zu schaffen.

Wir laden also gerne zum Besuch seiner Appell-Seite ein.

21. Februar 2019 Kommentare sind deaktiviert Jasmin Breemann
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[Update] Offener Brief an Foodwatch und “Frag den Staat” zu „Topf Secret“

Vor ein paar Tagen erreichte Aktion Agrar ein Hilferuf des Verbandes der handwerklichen Bäcker*innen. Sie waren wütend und verzweifelt wegen einer neuen Kampagne von Foodwatch und “Frag den Staat”. Mit den engagierten (Bio-)Bäcker*innen haben wir früher schon intensiv zusammengearbeitet. Wir teilen die Bedenken der Lebensmittelhandwerker*innen.

“Topf Secret” fordert sie mehr Transparenz bei den Hygienekontrollen in Gastronomie, Lebensmittelhandwerk, Restaurantketten, usw. Auf dem dazu gehörigen Online-Portal ist es möglich, über eine digitale Karte einen Betrieb auswählen und bei den zuständigen Behörden den letzten Hygienebericht anzufordern. Innerhalb weniger Wochen soll das Ergebnis einsehbar sein. Wir unterstützen grundsätzlich den Wunsch nach mehr Transparenz, in diesem Fall ist Weiterdenken jedoch nötig:  Das Anfordern von Hygienekontrollen-Ergebnissen ist bereits seit längerem bei den zuständigen Behörden möglich. Das Portal mit seinem fertigen Formular erleichtert dies und senkt die Hemmschwelle deutlich.

“Topf Secret” fördert Misstrauen und verschärft den Druck auf viele kleine Betriebe – vom Restaurant bis zur Bäckerei. Der Eindruck den der Kurzfilm der Kampagne hinterlässt, ist gruselig. Da landen Kakerlaken auf dem Teller und Schimmel in der Schüssel. Da wird nicht geputzt und Händewaschen ist ein befremdliches Konzept.

Das kann fatal sein. Denn hierzulande sind die Hygiene-Standards schon sehr hoch und kleinere Betriebe unternehmen große Anstrengungen um diesen gerecht zu werden. Im Gegensatz dazu mag es für große, industrielle Ketten zwar Kosten verursachen, z.B. eine*n Hygienebeauftragte*n einzustellen, bei ihrem Budget ist dies jedoch auch kein Problem.

Da wir befürchten, dass “Topf Secret” so wie es jetzt aufgezogen ist, mehr Schaden als Gutes anrichtet, haben wir den Initiator*innen geschrieben und sind gespannt auf ihre Antwort.

Den Brief an Foodwatch findest du hier.

Den Brief an “Frag den Staat” findest du hier.



Aktualisierung 21.02.2019

Inzwischen haben wir eine Antwort von Foodwatch und „Frag den Staat“ erhalten und auf diese wiederum reagiert.

Hier die Antwort von Foodwatch und „Frag den Staat“.

Hier unsere Reaktion.

13. Februar 2019 Kommentare sind deaktiviert Jutta Sundermann
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Schwierige Zeiten für die Pestizid-Lobby

Das Jahr 2019 hat hoffnungsvoll begonnen für die Wildbienen und Singvögel: Bei künftiger Pestizidzulassung schreibt Europa künftig Transparenz groß. Und in Bayern bekommt ein Volksbegehren über 900.000 Unterschriften zusammen für mehr Biolandwirtschaft und Bienenschutz. Wir finden: Jetzt noch mehr Engagement für die Artenvielfalt – und noch mehr Solidarität für die aufgeschlossenen Bäuerinnen und Bauern!

Irgendwann in der Nacht auf den 12. Februar stand das Ergebnis des sogenannten Trilogs zur künftigen Zulassung von Pestiziden, Futtermitteln und gentechnisch veränderten Organismen fest: Obwohl die Lobbyisten der Konzerne es zu verhindern versucht hatten, werden ihre Studien, die sie zusammen mit einem Zulassungsantrag einreichen müssen, künftig öffentlich gemacht.
So wird es möglich, Gegenstudien zu erstellen und mit Umweltargumenten rechtzeitig Druck zu machen.
Nachdem das Parlament schon im Dezember Konsequenz gezeigt hatte, ist jetzt auch ein einigermaßen vernünftiger Kompromiss zwischen der Europäischen Kommission, dem Europäischen Rat und den verhandelnden Abgeordneten zustande gekommen. Das ist ein wichtiger Schritt, wenn auch noch einige Hintertüren zu schließen sind, weil beispielsweise die Kontrolle der Auflagen noch nicht festgezurrt ist und die Kosten für nötige zusätzliche Studien nicht wie u.a. von den Grünen gefordert, von den Konzernen über einen Fonds getragen werden müssen, sondern den Steuerzahler*innen in Rechnung gestellt werden.

Jubelstimmung herrscht bei den Aktiven für Artenvielfalt in Bayern. Die haben mit ihrem Volksbegehren „Rettet die Bienen und die Bauern“ schon vor dem Ende der Sammelfrist (am heutigen 13. Februar) über 900.000 Unterschriften zusammen. Ihr Gesetzesentwurf fordert unter anderem bis 2025 in Bayern 20 Prozent Biolandbau zu erreichen und 30 Prozent bis 2030. Ein Vorbild des großen Bienen-Begehrens ist Österreich, wo schon fast 25 Prozent Biolandwirtschaft erreicht ist. Jetzt liegt diese Forderung auf dem Tisch. Die Regierung kann ihr zustimmen, einen Kompromiss aushandeln oder über den Gesetzentwurf der Initiative abstimmen lassen.

Und passend dazu freuen wir bei Aktion Agrar uns über das große Interesse an unseren Materialien und über die Zusammenarbeit mit Bauernhöfen und Aktivist*innen. Wer möchte, kann weiterhin das Aktionsheft für die Agrarwende mit dem Schwerpunkt Pestizide bestellen oder unseren neuen Flyer „Pestizidausstieg ist möglich“.

25. Januar 2019 Kommentare sind deaktiviert Jutta Sundermann
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Pestizid-Prämien-Punkte für ein Insektenhotel von Bayer

Manchmal ist auch ein Agrarchemie-Konzern unfreiwillig ziemlich komisch.
Bayer ist – wie seine Konkurrenten auch – darum bemüht, seine Kunden an sich zu binden. Zentrales Tool dafür ist eine App, die eine ganze Leiste von Service-Angeboten zu bieten hat, einschließlich aktueller Wetter-Nachrichten. Die App hilft bei der Analyse von Pflanzenerkrankungen und empfiehlt, wann welches chemische Mittel eingesetzt werden sollte.

Die Kundenbindung wird intensiviert durch einen dicken Prämien-Katalog. Bei jedem Kauf finden sich auf den Pestizidpackungen Codes für die mitgekauften Bonuspunkte. Beim ersten Besuch auf der Internetseite von “BayDir” leuchtet der Bäuerin oder dem Bauer ein Männlein aus dem Smartphone entgegen, ganz im Star-Wars Style.
Nur wer Böses dabei denkt, könnte assoziieren, dass Bayer sich im Sternenkrieg befindet gegen die Artenvielfalt der Äcker. Und bringt der Konzern absichtlich ins Spiel, wie viel Macht er als Spitzenreiter der Weltrangliste der Agrarchemiekonzerne  im Saatgut- und Pestizidmarkt besitzt? Dann sollte der abgewandelte Abschiedsgruß der Jedi (“Möge die Macht mit Dir sein”) zur Begrüßung eher Beklemmung denn Lust auf eine Zusammenarbeit auslösen.

Aber zurück zum Katalog. Wer fleißig Punkte sammelt, kann Kaffeemaschinen, Spielgeräte, Werkzeuge und vieles mehr bekommen. Einen Preis für besonderen Zynismus verdient Bayer aber für diese Prämie: Wer 16.500 Punkte für Fungizide, Herbizide und Insektizide ausgegeben hat, kann ein Insektenhotel bekommen!

Das ist nicht lustig angesichts der großen Gefahr, die für Biene und Co von der typischen Bayer-Landwirtschaft ausgehen: Die Chemikalien töten viele “Nicht-Ziel-Organismen” direkt oder lassen überlebenswichtige Wildpflanzen verschwinden.

BayDir-sein2

Insektenhotel_für_Pestizidpunkte

Die immer größeren Flächen mit Hochleistungssorten, die Bayer mit Nachdruck verkauft, führen zu weiter ausgeräumten Landschaften und dem Verschwinden von Rückzugsräumen. Da ist es leider garantiert, dass kein Insektenhotel diesen Schaden ausgleichen kann!

21. Januar 2019 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
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35.000 fordern eine zukunftsfähige Agrarreform

Bei der „Wir haben es satt!“-Demonstration zum Auftakt der „Grünen Woche“ in Berlin waren zehntausende Demonstrant*innen lautstark, bunt und entschlossen auf der Straße. Gemeinsam fordern sie die Bundesregierung auf, den überfälligen Umbau der Landwirtschaft anzupacken. Denn wann, wenn nicht jetzt? Bei der aktuellen Reform der EU-Agrarpolitik (GAP) entscheidet die Bundesregierung maßgeblich mit, welche Landwirtschaft künftig durch Steuergelder finanziert wird. Mit den über sechs Milliarden Euro, die Deutschland jedes Jahr an EU-Agrargeldern verteilt, muss der umwelt- und tiergerechte Umbau der Landwirtschaft gefördert werden. Die Zukunft der Bauernhöfe und unseres Klimas steht auf dem Spiel!

Auch Aktion Agrar war mittendrin und verteilte schon zum fünten Mal das „Aktionsheft für die Agrarwende“ mit dem diesjährigen Spezialthema Pestizide. Um das Insektensterben aufzuhalten ist dringend eine Reduktion der Pestizidanwendung notwendig – und dafür braucht es, neben Verboten, den Umbau von Tierhaltung und Ackerbau. Denn es ist möglich, mittels Fruchtfolgen und Bodenaufbau, gezieltem Einsatz von Nützlingen und mechanischer Wildkrautbekämpfung der Chemie-Industrie „Ade“ zu sagen. Lasst es uns anpacken!

Bestelle hier das Aktionsheft für die Agrarwende 2019

Außerdem durften wir zwei Traktoren schmücken, die die ganze Strecke vom Landkreis Verden (südlich von Bremen) bis nach Berlin zur Demo zurücklegten! Danke Henning und Ina für das tapfere Fahren bei Eiseskälte und mit minimalen Stoßdämpfern beim luftgekühlten Deutz!

 

8. Januar 2019 Kommentare sind deaktiviert Jasmin Breemann
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Das neue Aktionsheft ist da!

Wir haben unsere Köpfe rauchen lassen, mit Bäuer*innen sowie Expert*innen geredet und uns durch Material gewühlt, damit du alsbald unser neues Aktionsheft begrüßen kannst. Da gab es zum Beispiel die Diskussionsveranstaltung zum Thema Pestizidreduktion am Beispiel Indien im November. Oder der angeregte Austausch mit innovativen Bauern, die uns ihre Art, Pestizide einzusparen erläuterten. Hast du zum Beispiel schon einmal etwas von der Blattsaftanalyse oder Komposttee gehört? Ebenfalls interessant sind die bewegten Geschichten aus verschiedenen Ecken der Welt – hier sieht man, was Einsatz möglich machen kann. Dich erwarten spannende Fakten und Hintergründe!

Wie immer verschicken wir die Büchlein, 20 Stück oder mehr, gerne an Verteiler*innen. Um zu den Ersten zu gehören, die stolz ein Heft in der Hand halten können, musst du nur hier das Formular ausfüllen und dann abwarten. Um die Wartezeit zu überbrücken steht dort auch eine digitale Version zur Ansicht bereit.

Für alle, die bei einer der ‚Wir haben es satt!‘ Demos aktiv sind und mit verteilen gibt es extra schnellen Versand – unsere fleißigen Flugschweine werden ihr Bestes geben alle zu beliefern. Spenden um die Versorgung besagter zu unterstützen sind wie immer willkommen.

Da du auf Papier ja nicht in den Genuss kommen kannst, hier unser im Rahmen der Diskussionsveranstaltung nahe Göttingen entstandenes Video zum Pestizidausstieg in Andhra Pradesh. So bleibst du im Thema und kannst frisch motiviert ins neue Jahr starten!

Apropos Andhra Pradesh: Du kannst dich auf einen Comic von uns freuen – erste Einblicke dazu gibt es ebenfalls im Aktionsheft. Es lohnt sich also zu bestellen, mitzumachen, zu verteilen und einfach dran zu bleiben!

Ich weiß, ich weiß, Spannung pur! Also, hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack. Weil du es bist. 😉

 

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7. Januar 2019 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
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Wir haben Agrarindustrie auch 2019 satt! Demo am 19. Januar

Auch dieses Jahr gehen wir wieder für eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung, für Klimagerechtigkeit und gutes Essen auf die Straße!

Gutes Essen, eine klimagerechte Landwirtschaft und der Erhalt der Bauernhöfe – das steht gerade auf dem Spiel. 2019 entscheidet die Bundesregierung bei der EU-Agrarreform (GAP) maßgeblich mit, welche Landwirtschaft die EU Jahr für Jahr mit 60 Milliarden Euro unterstützt. Aktuell gilt: Wer viel Land besitzt, bekommt viel Geld. Schluss mit den Steuermilliarden an die Agrarindustrie! Der Umbau zu einer bäuerlichen und ökologischeren Landwirtschaft kann nicht mehr warten.

Bei den Verhandlungen in Brüssel muss sich die Bundesregierung an die Seite der Bäuerinnen und Bauern stellen, die Tiere artgerecht halten, insektenfreundliche Landschaften schaffen und gutes Essen herstellen. Deswegen schlagen wir – die bunte, vielfältige und lautstarke Bewegung – mit unseren Töpfen Alarm für die Agrarwende!

Essen ist politisch!

Auf dem Land und in der Stadt zeigen wir gemeinsam, dass es anders und besser geht. Immer mehr Bäuerinnen und Bauern ackern ohne Glyphosat, halten ihre Tiere artgerecht und füttern gentechnikfrei. Immer mehr Menschen machen Foodsharing, sind Teil einer Solidarischen Landwirtschaft und entscheiden sich an der Ladentheke für gutes, handwerklich erzeugtes Essen aus der Region. Wir schauen über den Tellerrand und treten gemeinsam ein für die globale Agrar- und Ernährungswende und für ein Europa ohne Ausgrenzung und Rassismus!

Sei dabei, wenn wir dafür mit Zehntausenden im politischen Berlin demonstrieren. Wenn sich bei der weltgrößten Agrarmesse „Grüne Woche“ und dem Agrarministergipfel alles um die Zukunft von Essen und Landwirtschaft dreht, fordern wir gemeinsam den Umbau der Landwirtschaft: Wir haben Agrarindustrie satt! 

Schnippeldisko: 18. Januar 2019 | 18 Uhr |  ZKU Zentrum für Kunst und Urbanistik, Berlin Moabit

Demonstration: 19. Januar 2019 | 12 Uhr | Brandenburger Tor

 

11. Dezember 2018 Kommentare sind deaktiviert Leonie Dorn
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Nyéléni-Kongress für Ernährungssouveräntät

Unsere Praktikantin Pacari war Anfang Dezember auf dem Nyéléni-Kongress für Ernährungssouvernänität. Hier drei hard facts, die sie überrascht haben:

1. Derzeit zahlt jeder EU-Bürger etwa 30 Cent pro Tag in den Topf, der EU-Förderungen für Agrarbetriebe. Dabei werden die Förderungen proportional zur Größe der Betriebe ausgezahlt. So erhalten die Größten immer mehr Geld, egal ob sie immer dieselben Monokulturen anbauen oder Pestizide spritzen! Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) hat Forderungen an die GAP (Gemeinsame Agrarpolitik der EU), die den Fokus auf kleinbäuerliche Landwirtschaft legt! bit.ly/2QBy0pt

2. Free the Soil organisiert derzeit eine Aktion zivilen Ungehorsams, die darauf abzielt auf den Düngemittelhersteller JAVA im September 2019 aufmerksam zu machen. Wird langsam ein ‚Ende-Gelände-Momentum‘ im Agrarbereich möglich?! freethesoil.org/

3. Ernährungsräte sind DIE Chance, die Lebensmittelproduktion wieder in lokale Hände zu nehmen und bei städtischer Politik mitzubestimmen. Sie werden gerade überall gegründet! Bringt euch ein! ernaehrungsraete.de

Die Nyeleni-Bewegung für Ernährungssouveränität ist ein Zusammenschluss von Bäuerinnen und Bauern, Gärtner*innen, Akteur*innen aus der Zivilgesellschaft etc., die sich alle paar Jahre zusammenfinden, um Themen der Landwirtschaft zu diskutieren und Alternativen zum Agrobusiness weiterzuentwickeln. Vor allem die Perspektive des globalen Südens spielt dabei eine große Rolle – das erste Nyéléni-Forum tagte 2007 in Mali. Falls du dich einbringen willst, erfahre hier mehr: nyeleni.de