Dein konzernfreier Einkaufskorb

Konzernfrei einkaufen – was ist das?

Konzernfrei einkaufen heißt, die Großunternehmen zwischen Acker und Teller zu umgehen. Einkaufen ohne Supermarktketten ist möglich – und ohne Amazon sowieso! Produkte großer Hersteller, die für Tierleid oder nicht-nachhaltige Landwirtschaft stehen, gehören ebenso nicht in den konzernfreien Einkaufskorb. Je kürzer die Wertschöpfungskette am Ende ist, desto mehr Geld bleibt für die Bauernhöfe und in der Region. Außerdem wird die Umwelt bei kurzen Wegen geschont und der Kontakt zwischen Stadt und Land gestärkt.

Ideen für deinen konzernfreien Einkaufskorb:

– Besuche einen Bauernmarkt in deiner Nähe und erkundige dich direkt bei der Erzeuger*in über die Produkte und die Bedingungen, unter denen sie hergestellt wurden.

– Kaufe Biolebensmittel in einer FoodCoop, einer selbst organisierten Einkaufsgemeinschaft, die beim Großhändler bestellt. Eine (unvollständige) Übersicht gibt es hier: foodcoopedia.de.fcoop.org/wiki/Foodcoops_nach_Standort

– Biete auf einen Ernteanteil bei einem Hof, der „Solidarischen Landwirtschaft“ praktiziert. Für einen monatlichen Beitrag bekommst du jede Woche eine Kiste mit Produkten, oft Gemüse und Obst aber bei manchen auf Fleisch- und Milchprodukte.
Du kannst den Hof kennen lernen und bei Aktionstagen helfen. Gemeinsam mit den anderen Mitgliedern und der Landwirt*in teilst du dir das unternehmerische Risiko und die Ernte: www.solidarische-landwirtschaft.org/solawis-finden/solawi-hoefe-initiativen/

– Lass dir eine regionale Biokiste nach Hause liefern: biokisten.org

– Bestelle regionale (Bio-)Lebensmittel online und hole sie auf einem Markt der „Marktschwärmer“ einmal die Woche ab. Hier kannst du andere Leute treffen und mit den Erzeuger*innen direkt ins Gespräch kommen. Die „Marktschwärmer“, früher food assembly genannt, gibt es inzwischen in etlichen Städten: marktschwaermer.de/de

– Finde regionale Bio-Produzent*innen über die Online-Plattform Obergudt und lasse dich mit einer wöchentlichen Box nach deinem Geschmack beliefern: www.obergudt.com/

– In Köln und Berlin gibt es sie schon, in mehreren Städten entstehen gerade Ernährungsräte, in denen die Stadtverwaltung gemeinsam mit Akteuren der Zivilgesellschaft Wege einer regionalen und nachhaltigen Lebensmittel-Versorgung der Stadt erprobt. Bring dich ein und hilf mit, einen Ernährungsrat in deiner Stadt zu gründen: ernaehrungsraete.de/