Naturzerstörung in Paraguay

Viele Millionen Hektar Wald wurden in Paraguay für den Soja-Anbau abgeholzt und das fruchtbare Land verwandelt sich in Sojawüsten. Der Lebensraum unzähliger Tier- und Pflanzenarten wird zerstört. Aktuell findet eine neue Welle der Waldrodungen im trockenen Chaco statt, weil der Sojaanbau in dieses Gebiet drängt. Schon in den letzten Jahren sind viele Viehzüchter*innen in den Chaco abgewandert, da sie ihre Felder für viel Geld an Sojaunternehmen verkaufen konnten und billigeres Land im Chaco erwarben. Diese Tendenz wird sich aufgrund der neuen Expansionswelle der Soja im Chaco verschärfen und zu der Abholzung der letzten Wälder führen.

Doch nicht nur die Wälder sind betroffen. Durch den massiven Einsatz von Pestiziden im Soja-Anbau werden Flüsse, Boden und Grundwasser verseucht. Die riesigen Brachflächen nach der Ernte sind der Erosion ausgesetzt. All dies und die mit Pestiziden verteidigten Monokulturen führen zu einem großen Verlust von Vielfalt an Pflanzen und Tieren.

Durch die massive Abholzung verändert sich auch das Klima. Es gibt Dürren oder Überflutungen, die der Abholzung zugeschrieben werden. Kleinbäuer*innen sind also extremen Klima- und Regenschwankungen ausgesetzt. Die Ernte werden schlechter und die Arbeitsbedingungen für die traditionell wirtschaftenden Bäuer*innen härter. Auch der Lebensraum der ländlichen Bevölkerung ist gefährdet und damit die Möglichkeit ihr Recht auf Nahrung zu gewährleisten.

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