Für ein globales Moratorium auf Gene Drives

Gene Drive Organismen sind die vielleicht gefährlichste Anwendung von Gentechnik, die bisher entwickelt wurde. Gemeinsam mit unseren Freund*innen von Save our Seeds können wir die Forderung nach einem globalen Moratorium auf Freisetzungen von Gene Drive Organismen auf die EU-Agenda setzen.

Jetzt ist die Chance dafür da, denn Mitte Juli findet ein wichtiges EU-Expert*innen-Treffen statt, bei dem zwei Vertreter*innen der Zivilgesellschaft dieses wichtige Thema einbringen, wenn sie unseren Zuspruch bekommen.

Deshalb bitten wir um eure Unterstützung und freuen uns, wenn ihr den Aufruf weiterleitet und die Petition teilt.

 

 

Hier Petition unterzeichnen: www.stop-genedrives.eu/petition

 


Gene Drives – Artensterben dank Gentechnik?

Eine Million Arten sind derzeit vom Aussterben bedroht und die Menschheit steht vor der Herausforderung, dieses von ihr verursachte 6. Massensterben in der Geschichte unseres Planeten zu stoppen. In dieser Situation wurde im Jahr 2013 eine neue Technologie namens „Gene Drive“ entwickelt, die es ermöglicht, künftig ganze Arten auf gentechnischem Wege in die Selbstzerstörung zu treiben oder auch umzuprogrammieren.

Gene Drive Organismen (GDO) werden im Labor gentechnisch so verändert, dass sie eine neue genetische Eigenschaft an alle ihre Nachkommen vererben – selbst wenn dies ihr Überleben verhindert. Damit werden die natürlichen Regeln der Evolution außer Kraft gesetzt.

Einmal in die Natur freigesetzt, setzen GDO dann eine nicht mehr zu kontrollierende Kettenreaktion in Gang. Alle Nachkommen eines GDO (nicht wie in der Natur üblich 50%) sind Träger der neuen Eigenschaft sowie des Manipulationsmechanismus (CRISPR-Cas), der erzwingt, dass sich diese Vervielfältigungs-Kaskade in allen folgenden Generationen wiederholt. In Laborversuchen führten GDO, die nur männliche Nachkommen erzeugten, bereits nach wenigen Generationen zum Zusammenbruch der Insekten- und Mauspopulationen

Das Verhalten und die Mutation von GDO in der Natur lässt sich nicht vorhersagen oder kontrollieren. Höchstwahrscheinlich würden sie grenzüberschreitend alle Ökosysteme besiedeln, in denen sie lebensfähig sind. Im schlimmsten Fall könnte also schon die Freisetzung weniger GDO das Aussterben oder aber flächendeckende Veränderung ihrer eigenen Art und nahe verwandter Arten verursachen und dabei ganze Nahrungsnetze und Ökosysteme gefährden.

Diese Gene Drive Technologie eröffnet eine neue Dimension der Gentechnik

Als mögliche Ziele werden bisher vor allem krankheitsübertragende Insekten und invasive Arten genannt. Erste Anwendungen zielen auf die Ausrottung von Mäusen, Ratten und Stechmücken. Einmal als Instrument zur Ausrottung oder gentechnischen Veränderung wildlebender Arten akzeptiert, sollen Gene Drives aber vor allem in der industriellen Landwirtschaft etwa als neuartige Pestizide gegen Tiere und Pflanzen eingesetzt werden. Die Patentschriften der Erfinder*innen sprechen diesbezüglich eine deutliche Sprache.

 

Handeln, bevor es zu spät ist

Bisher sind noch keine Gene Drive Organismen in die Natur freigesetzt worden. Wir alle können mithelfen, dass es so bleibt! Immer mehr Menschen, Organisationen und politische Institutionen fordern ein Verbot oder Moratorium. Wenn wir jetzt nicht handeln und jeglichen Freisetzungen einen Riegel vorschieben, gibt es irgendwann kein Zurück mehr.

Deshalb nochmal die Bitte: Helft mit euren Unterschriften, ein globales Moratorium gegen die Freisetzung von Gene Drive Organismen durchzusetzen und geplante Freisetzungsversuche zu stoppen!

 

Danke für eure Unterstützung!

 

 


Hier Petition unterzeichnen: www.stop-genedrives.eu/petition

Mehr zu Gene Drives erfahren: www.stop-genedrives.eu

Erklärfilm: Was sind Gene Drives? https://youtu.be/hTDHs8UuPCU

15-minütige Dokumentation zur Gene Drive Technologie mit Statements von internationalen Expert*innen und des Erfinders, Kevin Esvelt, zu ökologischen Risiken, sozialen Folgen, Anwendungen und notwendigen gesetzgeberischen Schritten: https://youtu.be/PLt6ILhQZ7E

Author Details

Michael Krack
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