Nyéléni-Kongress für Ernährungssouveräntät

Unsere Praktikantin Pacari war Anfang Dezember auf dem Nyéléni-Kongress für Ernährungssouvernänität. Hier drei hard facts, die sie überrascht haben:

1. Derzeit zahlt jeder EU-Bürger etwa 30 Cent pro Tag in den Topf, der EU-Förderungen für Agrarbetriebe. Dabei werden die Förderungen proportional zur Größe der Betriebe ausgezahlt. So erhalten die Größten immer mehr Geld, egal ob sie immer dieselben Monokulturen anbauen oder Pestizide spritzen! Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) hat Forderungen an die GAP (Gemeinsame Agrarpolitik der EU), die den Fokus auf kleinbäuerliche Landwirtschaft legt! bit.ly/2QBy0pt

2. Free the Soil organisiert derzeit eine Aktion zivilen Ungehorsams, die darauf abzielt auf den Düngemittelhersteller JAVA im September 2019 aufmerksam zu machen. Wird langsam ein ‚Ende-Gelände-Momentum‘ im Agrarbereich möglich?! freethesoil.org/

3. Ernährungsräte sind DIE Chance, die Lebensmittelproduktion wieder in lokale Hände zu nehmen und bei städtischer Politik mitzubestimmen. Sie werden gerade überall gegründet! Bringt euch ein! ernaehrungsraete.de

Die Nyeleni-Bewegung für Ernährungssouveränität ist ein Zusammenschluss von Bäuerinnen und Bauern, Gärtner*innen, Akteur*innen aus der Zivilgesellschaft etc., die sich alle paar Jahre zusammenfinden, um Themen der Landwirtschaft zu diskutieren und Alternativen zum Agrobusiness weiterzuentwickeln. Vor allem die Perspektive des globalen Südens spielt dabei eine große Rolle – das erste Nyéléni-Forum tagte 2007 in Mali. Falls du dich einbringen willst, erfahre hier mehr: nyeleni.de

 

 

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Leonie Dorn
Leonie Dorn

Vergisst beim Anblick von Klatschmohn all ihre Sorgen und trauert Jon Stewart immer noch nach.

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