Challenge-Sonntag: Einkochen

Einkaufen ohne Supermarkt, Tag 3: Einkochen.

Zutaten für die Gemüsepaste

Zutaten für die Gemüsepaste

Fertig!

Fertig!

Gemüsepaste im Einsatz

Gemüsepaste im Einsatz

Wie gut, dass ich mir für gestern nicht viel vorgenommen hatte, denn ich bin mit Halskratzen und Kopfschmerzen aufgewacht. Da passte es mir wunderbar in den Kram, am Sonntag ein bisschen in der Küche zu schnippeln und zu rühren, um wie angekündigt eine Gemüsepaste herzustellen. Diese wird wie Gemüsebrühe verwendet und besteht – außer ein wenig Olivenöl und Parmesan (den man auch weglassen kann) – komplett aus Gemüse. Die Zutaten hatte ich gestern auf dem Ökomarkt und dem normalen Wochenmarkt gekauft.
Aber ups: Salz, Knoblauch, Parmesan, Olivenöl, Lorbeerblätter und Weißwein hatte ich nicht aufgeschrieben, weil dies Zutaten sind, die ich eigentlich immer im Haus habe. Wäre das nicht der Fall gewesen, hätte ich aber alles ohne Probleme auf dem Wochenmarkt bekommen.
Gut zu wissen, oder?

Das waren die Zutaten für meine Gemüsepaste:
3 Möhren (200 g)
200 g Staudensellerie
2 kleine Zwiebeln (100 g)
1 Knoblauchzehe
2 Tomaten (100 g)
eine große Zucchini (150 g)
50 g braune Champignons
1 Lorbeerblatt
je 2 Zweige Rosmarin, Salbei und Basilikum
ein paar Stängel Petersilie
120 g grobes Meersalz
3 EL trockener Weißwein
2 EL Olivenöl
50 g Parmesan (optional)

Und so habe ich sie zubereitet:
Gemüse waschen und putzen bzw. schälen, dann in kleine Würfel schneiden.
Kräuter waschen, trocken schütteln und Blättchen von den Zweigen zupfen.
Alternativ könnt ihr auch eine Küchenmaschine verwenden, die alles schnell klein hackt.
Wenn ihr Parmesan verwendet, ist jetzt die Zeit, ihn zu reiben.
Das Olivenöl in einem Topf erhitzen, Gemüse und Kräuter zugeben und kurz andünsten.
Das Salz untermischen. Dann mit dem Weißwein ablöschen und bei kleiner Hitze mit Deckel dünsten, bis alles anfängt, weich zu werden. Dabei immer wieder umrühren. Alles mit einem Pürierstab oder mit der Küchenmaschine pürieren und am Schluss den geriebenen Parmesan untermengen, bevor ihr die heiße Paste in Einmachgläser füllt. Diese sofort verschließen und abkühlen lassen, bevor sie in den Kühlschrank kommen.

Falls ihr probieren möchtet: Vorsicht – die Gemüsepaste ist sehr salzig, wie die Salzmenge im Rezept schon vermuten lässt. Weniger verwenden würde ich aber nicht, denn das Salz schützt die Paste vor Verderb. Noch wichtiger ist das Salz bei Rezeptvariationen, bei denen die Zutaten nur fein zerkleinert und dann abgefüllt werden. Davon habe ich unzählige im Web gefunden. Vielleicht probiere ich das demnächst auch mal aus, denn das geht noch schneller.
Die Paste soll sich einige Monate im Kühlschrank halten. Da ich sie zum ersten Mal gemacht habe, kann ich das leider nicht bestätigen. Wahrscheinlich wird sie sowieso schnell verbraucht sein, denn ich verwende Gemüsebrühe bei vielen Gerichten. So habe ich dann meinen Brokkoli-Einkauf vom Ökomarkt gleich mal zu einer leckeren Cremesuppe verarbeitet. Pro Liter Wasser habe ich zwei Teelöffel der Gemüsebrühe verwendet. Das Rezept für einen großen Topf Brokkoli-Cremesuppe findest du auf meinem Blog unter melaniekirkmechtel.de/rezepte.

Kleiner Gedanke zum Schluss
Eigentlich ist es kein Geheimnis, aber man vergisst es manchmal oder ist zu faul: Wer frisch kocht und Zutaten wie Gemüsebrühe selbst macht, lebt erstens gesünder und ist zweitens viel eher unabhängig von Supermärkten. Außerdem entsteht kaum Verpackungsmüll, was mir ziemlich gut gefällt. Ein Nachteil wird mir aber immer mal wieder bewusst: Einkaufen und Kochen kostet ziemlich viel Zeit. Und manchmal habe ich die Zeit nicht. Oder nehme ich sie mir nur nicht?
Wie sieht das bei euch aus? Kocht ihr überwiegend mit frischen Zutaten oder dürfen es auch Convenience-Produkte und Fertiggerichte sein?

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Karen Schewina
Karen Schewina

Gärtnert gerne urban und findet alles mit Sahne besser als ohne Sahne.

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