Tierhaltungsverbot: jein

Im November 2014 hatte der Landkreis Jerichower Land dem niederländischen Schweinezüchter das Halten von Tieren verboten. Das Oberverwaltungsgericht des Landes Sachsen-Anhalt setzte nun das bundesweit geltende Tierhaltungsverbot vorläufig außer Vollzug. 

Die Voraussetzungen für eine sofortige Vollziehung des Berufsverbotes lägen nicht vor. „Selbst die hohe Wahrscheinlichkeit, dass das Klageverfahren in der Hauptsache zum Nachteil des Betroffenen ausgehen wird, reiche nicht aus, um die Umsetzung der Maßnahme vor der endgültigen Klärung ihrer Rechtmäßigkeit im Hauptsacheverfahren zu rechtfertigen“ so das Oberverwaltungsgericht.
Schwer wiege, dass die Behörden anderer Bundesländer bisher noch keine so schwerwiegenden Verstöße festgestellt hätten. Die Straathof-Gruppe unterhält derzeit 25 Anlagen in Sachsen, Sachsen/Anhalt, Brandenburg, Mecklenburg Vorpommern und Bayern.

Adrianus Straathof, einer der größten Schweineproduzenten Europas hatte über Jahre hinweg gegen den Tierschutz verstoßen. Er hatte zunächst vergeblich eine aufschiebende Wirkung zur Umsetzung des Verbots beantragt und zum Jahreswechsel in vielen seiner Betriebe seine Funktion als Geschäftsführer aufgegeben.

Aktion Agrar fordert: Straathof darf keine Tiere mehr halten und es muss verhindert werden, dass er mit seinem unübersichtlichen Firmengeflecht und Strohmännern in deren Geschäftsführungen letztlich weitermachen kann wie bisher.

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© Bild: Stefan Bröckling (cc)

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Leonie Dorn
Leonie Dorn

Vergisst beim Anblick von Klatschmohn all ihre Sorgen und trauert Jon Stewart immer noch nach.

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