Auf die Weide, fertig, los!
15.-20. Juni 2026
Eine Woche lang sind wir gemeinsam in Mecklenburg-Vorpommern auf unseren Fahrrädern unterwegs. Auf unserer Route bekommst du direkte Einblicke in die Praxis: Du schaust Schäfer:innen und Mutterkuhhalter:innen über die Schulter, lernst ihre Arbeitsweise kennen und erfährst, welche Rolle Weidehaltung für Landschaft, Klima und Artenvielfalt spielt.
Dabei weiten wir den Blick über die Region hinaus: Was verbindet Weidetierhalter:innen hier mit Hirt:innen in Kenia? Welche globalen Zusammenhänge prägen unsere Landwirtschaft? Neben Hofführungen und inhaltlichen Inputs erwarten dich kreative Aktionen, bei denen du dich selbst einbringen kannst.
Und deine Weide-Reise wird auch nach der Tour noch nicht vorbei sein: Wir unterstützen dabei, dein ganz persönliches kleines Weide-Engagement zu finden und dich so auch danach noch für nachhaltige Weiden einzusetzen.
Das genaue Programm werden wir hier bald veröffentlichen!
Weiter unten auf dieser Seite kannst du dich anmelden!
Unsere Route
Wir starten am 15. Juni gegen 14 Uhr in Demmin (Mecklenburg-Vorpommern) und radeln sechs Tage lang bis nach Wismar.
Wir radeln täglich etwa 20 bis 50 Kilometer – in einem Tempo, das Raum für Gespräche, Pausen und gemeinsame Erlebnisse lässt.

Für wen ist die Tour gedacht?
Die Radtour ist offen für alle – egal ob du dich schon intensiv mit Landwirtschaft beschäftigt hast oder ganz neu ins Thema einsteigst. Zu Beginn gibt es eine Einführung, sodass alle gut mitkommen können. Menschen aus Stadt und Land, Anfänger:innen und erfahrene Praktiker:innen – ihr seid gleichermaßen willkommen.
Alles, was du brauchst, ist ein eigenes Fahrrad, ein Zelt, etwas Ausdauer und vor allem Neugier auf neue Perspektiven und gemeinsames Lernen.
Kosten
Wir möchten allen Menschen ermöglichen teilzunehmen. Da die Aktionsradtour leider aber noch nicht komplett finanziert ist, würden wir uns über eine Spende freuen. Unsere Spendenempfehlung, um Kosten für Übernachtungen und Verpflegung decken zu können, sind 80-120€ pro Person für die gesamte Tour. Die Grundverpflegung wird vegan sein, gleichzeitig wird es für alle, die möchten, auch zahlreiche Köstlichkeiten direkt von der Weide geben.

Hier für die Radtour anmelden:
Du erhältst eine Bestätigung mit deinen Angaben per E-Mail.
Noch Fragen?
Warum eine Radtour zum Thema Weidetiere?
Für uns schließt das Thema gut an das vorhergehende an: Wir haben zur Tierzahlreduktion gearbeitet und gegen Futtermittelimporte. Wir haben auch da (und seit unserer Gründung) schon eingebracht, dass wir eine flächengebundene Tierhaltung fordern. Wir brauchen für die Zukunft auf unserem Planeten deutlich weniger Nutztiere und vor allem keine Megaställe und Qualzuchten mehr.
Aber wir sind davon überzeugt, dass wir Tiere im Agrarsystem brauchen. Für uns heißt Agrarwende nicht, dass es keine Tierhaltung mehr geben soll. Wir haben uns deshalb entschieden im UN Jahr der Weidehaltung genau dieses Thema aufzugreifen. Auch, weil es weltweit viele indigene Gruppen gibt, die ohne ihre Tiere gar nicht leben könnten. Aber auch, weil wir in Europa mit extensiver Weidehaltung unsere Kulturlandschaften und Hunderttausende von Tier- und Pflanzenarten erhalten können.
Während der Radtour ist es uns wichtig, diese unterschiedliche Ansätze kennen zu lernen, Best Practice Höfe zu besuchen und mit Menschen darüber ins Gespräch zu kommen. Und es soll deutlich werden, dass die Weidetierhaltung nicht nur ökologische, sondern auch globale Gerechtigkeitsfragen berühren: Wer trägt die Hauptlast der Klimakrise, und wessen Produktions- und Konsummuster tragen dazu bei?
Warum vegane Grundversorgung bei unserer Tour, wenn es um Weidetiere geht?
Uns ist es wichtig, eine gerechte Grundversorgung für alle zu schaffen. Die Entscheidung, keine Tierprodukte essen zu möchten oder ein Weideprodukt zu kosten, berücksichtigen wir gleichermaßen. Dabei legen wir Wert auf eine möglichst ökologische und nachhaltige Versorgung. Ebenso wichtig ist uns ein respektvoller Umgang miteinander, sowohl im gemeinsamen Austausch als auch bei unterschiedlichen Ernährungsweisen.
Vegane Grundversorgung ist übrigens oftmals einfacher zu organisieren (geringere Anfälligkeit bei Herausforderungen mit der Kühlkette) und gesund und vollwertig, da wir auf hochverarbeitete Ersatzprodukte verzichten. Da wir bei tierischen Produkten nur kaufen wollen, was zur besten Kategorie der Tierhaltung gehört, ist es auch günstiger für unsere Projektkasse, im Wesentlichen vegan einzukaufen.
Auf der Tour wird es aber viele Möglichkeiten geben, Weidespezialitäten zu probieren.
Bisherige Maßnahmen sind unzureichend!
Mehr Unterstützung für die Weidehaltung!
Weidetierhaltung ist zentral für Klima- und Biodiversitätsschutz, zugleich steht der Beruf der Hirt:innen und Weidetierhaltenden zunehmend unter Druck. Wir fordern daher eine stärkere politische Unterstützung und einen verbindlichen Schutz von Weidelandschaften.
Mit dem Nature Restoration Law bietet sich jetzt die Chance, nachhaltige Weidehaltung in den nationalen Wiederherstellungsplänen als zentrale Naturschutzmaßnahme zu verankern und langfristig abzusichern. Dafür braucht es:
- die Anerkennung ihrer Naturschutzleistung im deutschen Wiederherstellungsplan
- eine verlässliche und dauerhafte Förderung, u. a. über bestehende Programme und die Agrarpolitik
- langfristige Planungssicherheit für Weidetierhaltende und Hirt:innen
Unterstütze unsere Forderungen, unterschreibe die Petition oder komm am besten mit auf unsere Aktionsradtour und sammle gemeinsam mit uns Stimmen für diesen wichtigen Schritt.
Komm mit!
Setze dich gemeinsam mit uns für den Schutz und die Stärkung von Weidelandschaften ein. Werde politisch aktiv für eine sozial-ökologische Agrarwende, die Weidetierhaltung als wichtigen Bestandteil von Klima- und Biodiversitätsschutz anerkennt. Informiere und mobilisiere dein Umfeld und unterstütze regionale Erzeuger:innen, die nachhaltige Weidehaltung praktizieren.
Schau dir hier unsere letzten Radtouren an.


