Aktionswoche für die Weide

Eine Woche für die Zukunft der Weide


Weidetierhaltung erhält wertvolles Grünland, fördert die Kohlenstoffspeicherung, schafft Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten und prägt vielfältige Kulturlandschaften. Doch für viele Weidetierhaltende wird es immer schwieriger, diese wichtige Arbeit fortzuführen. Das Dürrejahr 2026 hat die Situation zusätzlich verschärft: Verbrannte Weiden, geringe Futtererträge und steigende Kosten treffen auf fehlende Planungssicherheit und politischen Druck. Gerade jetzt braucht die Weide deshalb verlässliche politische Unterstützung.

Mit unserer Aktionswoche unter dem Slogan „Weiden wirken. Jetzt Weidehaltung stärken!“ vom 11. bis 15. Oktober machten wir die Weide erlebbar und haben sie in die Politik gebracht – von Brüssel bis Berlin.

Schau doch mal rein!

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Drei Tage, drei Aktionen für die Weidehaltung:

Hier nehmen wir dich mit im Schnelldurchlauf durch unsere Aktionswoche für die Weide – unten findest du die Videos für alle einzelnen Veranstaltungen und Aktionen.

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Hier ist eine Übersicht, der Aktionswoche für die Weide:

Sonntag, 11.10

Domäne Dahlem (Berlin)

Auftakt auf der Domäne Dahlem in Berlin

Zum Auftakt unserer Aktionswoche am 11. Oktober waren wir beim 50-jährigen Jubiläumsfest der Domäne Dahlem in Berlin dabei. Unser Mitstreiter Leonhard lud zu einem Workshop rund um Schafwolle, Weben und Filzen ein und zeigte, wie vielseitig dieser natürliche Rohstoff genutzt werden kann. Die Domäne Dahlem selbst blickt auf eine lange Geschichte der Weidetierhaltung zurück und hält heute alte Haustierrassen wie Schafe, Ziegen, Rinder und Schweine. Bei schönstem Herbstwetter kamen viele Besucher mit der Weidehaltung in Kontakt und lernten auch ihre Bedeutung für Klimaschutz, Artenvielfalt und lebendige Kulturlandschaften kennen.

Dienstag, 13.10

Park Bois de la Cambre (Brüssel)

Schafe in Brüssel

Micha war beim Wool March in Brüssel dabei. Schäfer:innen und Vertreter:innen aus der Zivilgesellschaft aus ganz Europa und darüber hinaus kamen in der belgischen Hauptstadt zusammen, um auf die Bedeutung der Weidehaltung aufmerksam zu machen. Sie forderten auch eine stärkere Unterstützung durch die EU-Agrarpolitik. Micha begleitete die Veranstaltung mit der Kamera, sammelte Eindrücke und Stimmen der Beteiligten.

Mittwoch, 14.10.

Bundesumweltministerium (Berlin)

Pappschafe vor dem Ministerium

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung der Themenwoche zum Aktionsprogramm natürlicher Klimaschutz (ANK) machten wir (in Kooperation mit dem Bündnis für Weidelandschaften und Hirtentum) auf die Bedeutung der Weidehaltung als wichtigen Faktor für den Klimaschutz aufmerksam. Wir fordern die Weidetierhaltung stärker im Programm zu berücksichtigen und gezielt zu fördern. Denn extensive Beweidung schützt wertvolle Lebensräume, fördert die Artenvielfalt und trägt zum Klima- und Bodenschutz bei.

Jetzt noch Appell mitzeichnen für die Weide!

Donnerstag, 15.10

Vor dem Bundestag (Berlin)

Für die Weideprämie

Zum Abschluss unserer Aktionswoche unterstützten die Protestaktion „Abgrasen statt Abschaffen“ der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) vor dem Bundestag in Berlin. Gemeinsam mit Landwirt:innen und weiteren Unterstützer:innen setzten wir uns für den Erhalt der längst versprochenen Weideprämie für Milchkühe ein. Die bereits 2024 angekündigte Förderung wurde zunächst verschoben und droht nun ganz gestrichen zu werden.

Jutta sprach vor Ort auch mit den Bundestagsabgeordneten Ophelia Nick (Bündnis 90/Die Grünen) und Marcel Bauer (Die Linke) über die Bedeutung der Weidehaltung.

Unsere Forderung: Statt Förderversprechen zurückzunehmen, muss die Politik endlich verlässliche Perspektiven für Weidetierhaltende schaffen!

Ein herzliches Dankeschön an die AbL für die Organisation und ihren engagierten Einsatz!

Mehr Infos zur Weideprämie (Insta-Beitrag Kirsten Wosnitza, AbL) oder hier (Artikel: „Bundesregierung begeht bei Weideprämie Wortbruch“, Kritische Bauernstimme, 11.06.26)

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Foto: Hernández Lara

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