Aktionsradtour 2020

Endlich geht es wieder nach draußen, immer mehr können wir wieder mit Menschen zusammenkommen, uns wieder treffen und diskutieren. Wenn Corona uns keinen Strich durch die Rechnung macht, werden wir uns dieses Jahr im September wieder zur Aktionsradtour auf die Drahtesel schwingen!

Mit dem Rad besuchen wir Höfe und thematisch ausgewählte Stationen. Wir wollen dabei auch kreativ sein und unterwegs mit bunten Aktionen Zeichen für eine bessere Saatgutpolitik und -praxis setzen.

In diesem Jahr haben wir gemeinsam mit euch schon viel erfahren über die Bedrohung der Vielfalt von Saatgut und Sorten, über Bauern und Bäuerinnen, denen es unmöglich gemacht wird, ihr eigenes Saatgut zu vermehren, aber auch wackere und kluge Vielfaltsretter*innen kennengelernt, die es wagen, neue Wege zu gehen und sich ihre eigenen Saatgutsysteme aufbauen. Wir wollen nun praktisch erfahren, wie es ist, in einem Feld voller Tomaten zu selektieren, und erleben, wie unterschiedliche Birnensorten schmecken. Wir werden eine der größten Saatgutbanken besichtigen und mit Leuten diskutieren, die entscheiden, ob eine Sorte nun zugelassen wird oder nicht.

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Die diesjährige Tour dreht sich also rund um das Thema Saatgut in seinen unterschiedlichsten Facetten und führt uns durch Sachsen-Anhalt vom Harz bis zur Altmark. Vom 15.-20. September werden wir fast eine Woche unterwegs sein. Von Thale aus geht’s Richtung Norden, durch das historische Quedlinburg über Magdeburg und schließlich auf dem idyllischen Elberadweg bis nach Stendal. Auf dem Weg schauen wir engagierten Vielfaltsretter*innen über die Schulter, lernen Höfe kennen, auf denen Saatgut selbst vermehrt wird, und erleben hautnah, wie es funktioniert, sich für Sortenvielfalt praktisch einzusetzen. Daneben gibt es auch viele Möglichkeiten, mehr über die aktuelle Saatgut-Politik zu erfahren, endlich Fragen an Verantwortliche zu stellen und mitzudiskutieren. So liegt z.B. auch die Genbank in Gatersleben und das Bundessortenamt in Magdeburg auf unserem Weg. Und natürlich darf beim Thema Saatgut auch der Blick über den Tellerrand nicht fehlen: Referent*innen aus dem Globalen Süden werden uns Einblicke in ihre inspirierende Saatgutarbeit geben.

Wenn du Landwirt*in, Gärtner*in, Auszubildende*r, Aktive oder einfach nur am Thema stärker interessiert bist, dann melde dich an, damit wir als bunt gemischte Gruppe voneinander und miteinander lernen können.

Geradelt wird täglich bis zu 50 km und wir sorgen dafür, dass wir abends ein Dach über dem Kopf und leckere Zutaten für die selbstorganisierte Verpflegung haben. Du solltest also eine gewisse Grundkondition haben, ein verkehrs- und tourensicheres Fahrrad und dich nicht davor scheuen, in Gemeinschaftsunterkünften auf einer Isomatte zu schlafen.

Wir haben für die Radtour eine Förderung bekommen, sodass die Kosten für Unterkunft, Verpflegung und das drum herum schon gedeckt sind, du musst also nur für die eigene An- und Abreise selber aufkommen.

Damit wir besser planen können, ist es für uns wichtig, dass deine Anmeldung verbindlich ist. Aus diesem Grund bitten wir dich, nach Bestätigung deiner Anmeldung, einen Teilnahmebeitrag als Kaution zu überweisen, den du auf der Radtour wieder zurückbekommst.

Weitere Infos zur Tour, zur An- und Abreise und wichtigen Dingen auf der Packliste gibt’s rechtzeitig an alle Teilnehmenden.

 

Die Anmeldung war geöffnet bis zum 14. Juni. Wir melden uns schnellstmöglich zurück.

 

Wir freuen uns schon auf euch!


Förderung FEB